SmartCoop-SCFI

Wir "experimentieren" mit vielen neuen "Werkzeugen", was natürlich auch "Anleihen" aus der QuantenPhysik einschließt. Hier kooperieren wir mit dem IWMC (Internationale Wissenschafts-Cooperation für angewandte Quantenphysik). Zur Förderung der erfolgreichen Umsetzung neuer "Coop-Initiativen", veröffentlichen wir auf diesem Blog - praxisbezogen - die CoopGo-Dialoge. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig angepasst werden. Danke für euere/ihre Hilfe zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Kooperations-Gesellschaft. (Die jeweils verantwortlichen Fachgruppen für die CoopGo-Dialoge befinden sich unter jedem Dialog-Beitrag!) (Koordination / Redaktion der Arbeit des SCFI - Gerd K. Schaumann)

6.3.21

Staatskontrolle statt Selbstorganisation - Geht so Genossenschaft?

 


Essenz: 

Interessant, dass nur in Deutschaland und Österreich das Genossenschaftswesen im Rahmen staatlicher Kontrolle stattfinden kann. Alle anderen EU-Staaten vertrauen der Selbstorganisation. Was ist in Deutschland und warum anders? Es muss erlaubt sein, diese Frage zu stellen, zumal dieses Land einst – mit den Namen Schulze-Delitzsch und Raiffeisen – verbunden, Impulsgeber für genossenschaftliche Entwicklungen war. Während in allen Bereichen man über EU-Harmonisierung spricht, geht Deutschland beharrlich seinen „Sonderweg“. Statt sich langsam „vorzutasten“ in Richtung Europa, werden die Staatskontrollen in Deutschland ständig – schleichend – mehr verstärkt. Und die Verbände? Sie scheinen sich darin „wohlzufühlen“. …

Und ist dieser Weg erfolgreich? Nein! Die Zahlen sprechen für sich. In Europa „boomt“ der Genossenschaftsbereich, in Deutschland „dümpelt“ er vor sich hin. Sind die Menschen in Deutschland unfähig oder unwillig, sich selbst zu organisieren? Nein! Was spräche dagegen, dass die Genossenschaften endlich die Vorständen ihrer Verbände in „Bewegung“ zu bringen? Nichts! Warum dann erst warten, bis z.B. Gerichte oder EU-Parlament zeigen, dass der deutsche „Sonderweg“ nicht mehr erwünscht ist!      

Frage

Ich schreibe zur Zeit an einer Hausarbeit zum Thema „Genossenschaften in Europa“. Zugleich bin ich Mitinitiator einer neuen Genossenschaft, an der sich auch Kommilitonen aus Frankreich und Spanien beteiligen wollen. Wir überlegen inzwischen ernsthaft, ob wir uns dem „Kaspertheater“ in Deutschland aussetzen wollen oder doch lieber gleich die Genossenschaft in Frankreich zu gründen. Schon in der Gründungsphase hatten wir den Eindruck, dass die Verbände sich eher als „staatliche Vollzugsorgane“ fühlten, statt „Partner der Genossenschaft“ zu sein. Ständig hörten wir Sätze, wie:

·       „Das ist verboten“, „da gibt es Ärger“, „das dürfen“ wir nicht. ….

Uns kam es so vor, als würden diese „Berater“ der Verbände sich als „verlängerter Arm“ des Staates und nicht als unser Partner, verstehen. …

Wir haben das Buch von Herrn Kaltenborn zu der Politik der Genossenschaftsverbände in der „Nazi-Zeit“ gelesen. Jetzt wird uns klar, warum die Verbände damals (Selbstverständnis) und die Verbände heute, sich wohl – im tieferen Inneren – weniger voneinander unterscheiden als erwartet. ….

Natürlich ist der Staat heute ein anderer, aber dennoch sind seine Motive zur „Kontrolle des Genossenschaftswesens“ irgendwie ähnlich …

Antwort

Zunächst möchten wir erklären, warum wir euren Abschnitt „Genossenschaftsinstitute und Verrat an der Wissenschaftsfreiheit“ (noch) nicht veröffentlicht haben. Das ist keine „Kontrolle“, würde aber in die verkehrte Richtung führen. Wir werden dazu eine eigene „FAQ“ Situation (nach Abstimmung mit euch) schaffen …

Zunächst nur so viel:

·       Diese Institute werden von Genossenschaftsverbänden massiv „subventioniert“.

Sonst würde es sie wahrscheinlich nicht geben können. Wer sich in einer solchen „Abhängigkeit“ befindet, muss – verständlicherweise – auch Rücksicht nehmen. Ihr wisst, was wir meinen …

Deshalb wäre es nicht fair, diese an den „Pranger“ zu stellen. Im „Gegenzug“ sollte man deren „Ausführungen“ wohl auch nicht (wissenschaftlich) „überbewerten“

Die Arbeiten von Herrn Kaltenborn sind sehr gut recherchiert und kommen zu einer klaren Bewertung:

·       Die Genossenschafts-Verbände haben sich bereitwillig (wenn auch nicht „euphorisch“) in den Dienst der damaligen Staatsgewalt (Nationalsozialisten) gestellt. Widerstand hat es eigentlich nicht gegeben.

Damit haben heute sowohl Staat, wie auch Verbände ein Problem, nämlich zu erklären, was heute der Grund ist, „Selbstverwaltung“ auszuschalten und „Staatskontrolle“ nicht nur beizubehalten, sondern „schleichend“ sogar auszuweiten. Dabei machen auch die Parteien kaum Unterschiede (vgl. Bundesratsinitiative aus 2020 von Baden-Württemberg, dessen Ministerpräsident von „Die Grünen“ ist! ….)

Wissen sie nicht, was sie tun?

·       Absicht oder Unkenntnis?

Urteilt selbst …

Ganz so hoffnungslos, wie es erscheint, ist es wohl nicht. Eine Art „Gegenbewegung“ ist durchaus erkennbar. Leider erst auf dem Rechtsweg (in Richtung Bundesverfassungsgericht) Aber das kann Jahre dauern. …

Wenn den Genossenschaften, vor allem deren – über 21 Mio. Mitglieder! -  ein selbstorganisierter Genossenschaftssektor wirklich wichtig ist, würde man jetzt beginnen, mehr „Druck“ auf die Verbände auszuüben.

Man muss jedoch auch den (Partei-) Politischen Einfluss sehen.

Gerade im Geno-Banken-Sektor ist die gute Vernetzung zwischen Politik und Verbänden deutlich nachzuvollziehen:

·       Viele Abgeordnete sind zugleich Aufsichtsratsmitglieder einer Geno-Bank (!) – Lobby für was oder wen?

Was wäre also ein guter Start zum Einstieg in den Umstieg?

Z.B. eine:

·       „Bewegung“ von Genossenschaften initiiert und getragen.

Damit würde das Anliegen in die Öffentlichkeit getragen und Bewusstsein für „Souveränität“ angebahnt. …

Petitionen sind zwar kein „Ersatz“ für politisches Handeln, aber zumindest ein deutliches Zeichen!

Es bedarf im Genossenschafts-Bereich einer (Selbst-) Organisation, die frei ist vom Einfluss des Staats auf die Verbände! Geschieht dies nicht, sollte man das derzeitige Genossenschafts-System in Deutschland durchaus klar beim Namen nennen:

·       „Unfreie Verbände“ oder „Verbände mit begrenzter Souveränität“ oder auch „Weisungsgebundene Verbände“.

Die daraus folgenden (politischen) Themen und Handlungen sind eigentlich klar erkennbar:

·       Wir bedürfen einer EU-Harmonisierung des Genossenschaftsbereichs, weil andere EU-Länder solche „Staatskontrollen“ nicht haben!

Wir bedürfen im Genossenschaftsbereich endlich eindeutige – nachprüfbare - Positionierungen aller Genossenschafts-Verbände! Die Mitglieder wollen/müssen wissen, wofür ihr Verband steht:

·       Für (endlich) mehr Selbstorganisation oder weiterhin – schleichend zunehmende Staatskontrolle?

Ein genial einfach Weg – nicht nur dies Problem – zu lösen,  wäre z.B.:

·       Das Grundgesetz mit einem einzigen Wort zu ergänzen, dem Einfügen des Staatsziels „Kooperation“ (Art.20 GG).

Dann würde das neue Staatsziel heißen:

·       „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer, sozialer und kooperativer Bundesstaat“.

Statt vieler Wort, endloser und meist erfolgloser Debatten, brauchte jede Partei, jeder Verband … nur einfach:

·       JA oder nein zu sagen …

Auch wenn das Votum nicht gleich erfolgreich wäre, würde man aber klar und schnell, eindeutig erkennen:

·       Wer will was wirklich – wer redet nur so - und warum?

Die Genossenschafts-Verbände stehen bereits jetzt mit dem „Rücken“ an der Wand. Immer mehr wird deutlich, ob sie:

·       „Anwälte der Genossenschaften“ oder doch eher „Garanten“ der Staatskontrolle sein wollen?

Wie wäre es, wenn ihr selbst euch über das Diskutieren hinausbewegen würdet und zum Handeln übergeht? …

Aussichtslos? NEIN überhaupt nicht, weil sich – unaufhaltsam - das Bewusstsein der Menschen stetig erhöht, besonders bei der „jungen Generation“! …

Diese Junge Generation erkennt überraschend schnell, genauer den:

·       Unterschied zwischen „sagen““ und „wirklich meinen“

Nicht nur für Politiker, auch für Verbände-Funktionäre drohen schwierige Zeiten. …

Bewussteins-Wandel ist der „Taktgeber“ für den Kooperativen Wandel

Redaktion: Fachgruppe GenoFAQ - im SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) des MMW (Bundesverband der Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft)   (info@menschen-machen-wirtschaft.de)

Unsere Experten für Quantenwissenschaft: QuantenInstitut (IWMC Internationale Wissenschafts-u. MedienCooperation) info@quanteninstitut.de

 

  

17.2.21

Steuern sparen in Genossenschaft – Das große Missverständnis …

 

 

 

Frage:

Wir haben in unserem Sportverein gehört, dass man mit Genossenschaften gut Steuern sparen könne. Ein Vermögensberater, zugleich Mitglied in unserem Verein, hat demnächst zu einer Beratungsveranstaltung eingeladen. Er will unterstützen bei der Gründung von Genossenschaften für Vereinsmitglieder. Vereinsmitglieder bekommen von ihm einen „Vereinsrabatt“ von 50%. Dennoch ist der Preis pro Gründung immer noch recht hoch, ca. 5.000.- bis 7.000.- EURO. Gerechtfertigt sei der Preis aufgrund enormer Steuervorteile, die locker mit einer Genossenschaft im ersten Jahr bereits eingespielt sein könnten, je nach Immobilienvermögen der Gründer. …..

Und außerdem bekäme der Verein noch eine gute „Spende“ für jede gegründete Genossenschaft, was auch wiederum den Vereinsmitgliedern zukommen würde. ….

Der Berater meinte, das sei doch ein „Superding“: Steuern sparen der Mitglieder, sponsern des Vereins, …. Wenn das viele Mitglieder machen, könne man endlich ein neues Vereinshaus bauen und neue Mitglieder anwerben. ….

Unsere Frage: Geht so etwas überhaupt und welches Risiko haben dabei Mitglieder, wenn es doch nicht funktioniert?    

Antwort

 

·         Förder-Motiv – Steuerersparnis

 

Fall A – WIR wird gesagt – „Ich“ ist gemeint!

Es ist als originäres „Gründungs-Prinzip“ (auch wenn das nicht offen so genannt wird) eigentlich kein „Förderprinzip“. Dies gilt zumal, wenn leicht erkennbar ist, dass eigentlich der Initiator die übrigen Mitglieder lediglich „benutzt“, um selbst (also eigene) Steuern zu sparen. Hier dient die Gemeinschaft nur dem Initiator, seine eigenen Vorteile – also nicht die aller Mitglieder – zu fördern. Der „WIR-Gedanke“ wird sozusagen auf den „Ich-Gedanken“ reduziert. So ist WIR aber nicht gemeint.

 

Fall B – WIR wird gesagt – „WIR“ ist auch gemeint!

Anders könnte der Vorgang zu bewerten sein, wenn sich gezielt drei oder mehr „Personen“ zusammentun, weil sie damit – potenziell für alle drei – (besser als allein) z.B. Steuern sparen könnten.

Damit würde der (definierte) „Förderzweck“ dieses „Steuerersparnis-Motiv“ bereits zum Ausdruck bringen und der Unternehmensgegenstand würde näher beschreiben, wie und womit genauer, das Ziel erreicht werden soll.

Die Mitglieder-Förderung ist entweder wirtschaftlich, sozial oder kulturell bezogen. Da es sich bei einer Genossenschaft um einen „Wirtschaftsbetrieb“ (Unternehmens-Form) handelt, kann der natürlich auch „soziale“ und „kulturelle“ Ausprägungen haben, bleibt aber stets ein „Unternehmen“.

Man kann also nicht grundsätzlich sagen, dass:

·         „Steuern-Sparen“ ein Grund sein kann, um die Gründung einer Genossenschaft infrage zu stellen.

Sie jedoch als verdeckte individuelle Steuer-Oase“ darzustellen, lässt die Gründung vermutlich daran scheitern, dass eigentlich die übrigen Mitglieder der Genossenschaft lediglich dazu „benutzt“ werden, um das „individuelle“ Ziel (Steuer-Vorteil) zu erreichen. ….

Wird die faktische „Wahrnehmungsfähigkeit“ der Förderwirtschaft jedoch auf einen einzelnen Initiator reduziert, macht dies die Wahl einer Genossenschaft unmöglich, weil der „Förderzweck“ ein individueller und kein „genossenschaftlicher“ (ganzheitlich kooperativer) ist, auch wenn es (theoretisch) anders dargestellt sein sollte.

Machen wir es deutlicher:

Schließen sich (mindestens) drei Personen zusammen, die allesamt „förderwirtschaftliche Nutznießer“ dieser Genossenschaft sein können und wollen und ist eine nachhaltige wirtschaftliche, soziale oder kulturelle „Erwerbswirtschaft“ zu erkennen, spricht eigentlich nichts dagegen, dies – egal was zu fördern wäre – abstrakt generell als Genossenschaft zu tun. …

Wäre dem nicht so, würde entweder keine Eintragung als Genossenschaft erfolgen oder wird eine spätere Auflösung (Liquidation) zu befürchten sein.

Das Verhalten dieses von Ihnen geschilderten „Immobilienberaters“ deutet nicht darauf hin, dass er/sie wirklich das „Prinzip Genossenschaft“ bereits verstanden hat.

Solche Fälle sind nicht ganz unbekannt.

Ob die Gründung einer Genossenschaft solche „Preise“ erfordert, sollte vom „Beratungs-Input“ abhängen. Wenn Sie möchten, senden Sie uns das „Angebot“ zu, wir werden dazu Hinweise geben. Auch hier geht es eigentlich nicht zuvörderst um den Preis, eher um das ausgewogene Verhältnis von „Preis und Leistung“….

Wir empfehlen:

·         Gehen Sie auf solche Angebote ein, sollten Sie darauf achten, eine „Rücktrittsklausel“ einzufügen. Damit wäre zumindest sichergestellt, dass keine Kosten entstehen für eine Leistung, die nicht zum erwünschten Erfolg führt. …

Das Konzept ist insgesamt gesehen (Vorteil für Genossenschaft und zugleich Vorteil für den Verein) durchaus nachvollziehbar. ….

Wir betonen ausdrücklich, dass Genossenschaften keine „sozialen Hemmschwellen“ haben, also lediglich eine Veranstaltung für „Sozialausgleich“ sind, sondern dass es zuvörderst einzig darum geht, das   „Förder-Prinzip“ (theoretisch für alle Mitglieder) zu gewährleisten. Somit wäre auch eine Genossenschaft denkbar, deren Mitglieder erkannt hätten, dass es leichter wird „vermögender“ zu werden, wenn man sich zusammenschließt.

Täglich beraten Steuerberater andere Unternehmensformen mittels ausgeklügelter Konzepte „Steuern“ zu sparen (sogar durch Verlagerung von Betriebsstätten)….. Wer sich aufregt darüber, wenn man daran denkt, auch „Steuerlasten“ in „Genossenschaft“ zu minimieren, hat nicht verstanden, was es heißt:

·         „Coop ist die geniale Erfindung des ganzheitlichen Vorteils“.

Erinnern wir uns was Herr Raiffeisen vor über 200 Jahren sagte

·         „Was der Einzelne nicht schafft, schafft die Gemeinschaft“

Er sagte nicht, dass dieses Prinzip nur zur „Armutsbegrenzung“ zu dienen habe. …

Die Zeiten und Situationen haben sich inzwischen deutlich gewandelt, aber das Prinzip Mitglieder-Förderung hat hat mehr denn je seine Bedeutung und Güligkeit bewahrt:

·         Kooperation ist natürlich, effektiv und effizient!

Unser Körper nutzt dies faszinierend. Er fragt auch nicht, ob nun eher unser Herz, die Lunge, eher die Augen oder unser Hirn zu „versorgen“ sind.

Es gibt in der Kooperation keine Wertigkeit oder Dominanz. Überträgt man dies Prinzip auf „Gesellschaft“, dann wird deutlich, wie „komisch“ es ist, „soziale Kriterien“ als kooperatives „Selektions-Instrument“ zu definieren.

Denn unser Körper käme nicht auf die Idee, zu entscheiden, dass Organ A oder B unversorgt zu belassen wäre.

So ist es aber, wenn eine Genossenschaft zustandekommt, obwohl einige Mitglieder von den erkannten Vorteilen faktisch ausgeschlossen wären.

Also:

·         Der gilt Förderzweck für Alle – oder es ist eben keine Kooperation (Genossenschaft)!

 

Redaktion: AG „Coop-FAQ“ im IWMC QuantenInstitut  Kontakt:  info@quanteninstitut.de Hinweis: Fragen sind ggf. redaktionell  gekürzt, ohne den Inhalt zu verändern.

In Fragen der Kooperation werden wir beraten vom SmartCoop Forschungsinstitut (SVFI) des Bundesverbandes MMW e.V. (Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft)

 

13.2.21

Das Kooperations-"Motiv" einer Genossenschaft - Ist es vielleicht mehr als "nur" der wirtschaftliche Vorteil?

 

 

 

Frage:

Wir erleben in unserer Kooperation (Genossenschaft) recht interessante Entwicklungen: Viele Mitglieder bauen inzwischen auch privat Kontakte auf oder übertragen das Prinzip der Kooperation auf Bereiche, wie z.B. Kinderbetreuung, Organisation von Nachhilfe oder andere Formen privater Unterstützung. Außerdem wird Unterstützung gegeben, bei so „unliebsamen“ Sachen, wie Formulare für Behörden auszufüllen oder Steuererklärungen zu erstellen. Das scheint zwar nicht unbedingt etwas mit der Genossenschaft zu tun, fördert aber trotzdem die „Kraft des Wir“. … Wie ist Euer Eindruck, ist das so gewollt

Antwort

Danke für diesen tollen Hinweis. Genau dies sind die Entwicklungen, derer es bedarf, um die „Genialität“ einer Kooperation (Coop) sozusagen in ihrem enormen Gesamt-Potential „zu leben, zu erleben und zu erkennen“.

Wir postulieren, dass „Kooperation die geniale Erfindung des ganz-heitlichen Vorteils“ ist. …

Damit meinen wir z.B., dass der Begriff „Förderwirtschaft der Mitglieder“ nicht auf den engeren Unternehmensgegenstand begrenzt werden sollte. Schauen wir uns das „Grundgerüst Satzung“ an, wird dort zwar oft ein umfangreiches „Bündel“ von „Unternehmens-Gegenständen“ formuliert, jedoch wenig über das erwünschte bzw. angestrebte  „Mitglieder-Förder-Potenzial“ ausgesagt.

Natürlich kann man das auch näher in einer separaten „Förder-Ordnung“ oder „Richtlinie“ konkretisieren, aber die Satzung ist stets der „Ausgangspunkt“ auf den sich „Konkretisierungen“ beziehen. …

Die Mitglieder-Förderung ist entweder wirtschaftlich, sozial oder kulturell bezogen. Da es sich bei einer Genossenschaft um einen „Wirtschaftsbetrieb“ (Unternehmens-Form) handelt, kann der natürlich auch „soziale“ und „kulturelle“ Ausprägungen haben, bleibt aber stets ein (tätiges)  „Unternehmen“.

Machen wir es deutlicher und beziehen uns zunächst auf euere Hinweise:

Nehmen wir an, dass es sich bei euch um eine Dienstleistungsgenossenschaft handelt. Ihr bietet vielleicht „Beratungen für ……… „ an.  Dies wäre z.B. einer der (wesentlichen) definierten „Unternehmens-Gegenstände“.

Alle Mitglieder haben nun ein Beteiligungs-Motiv, das sich – direkt oder indirekt auf den Unternehmensgegenstand oder meist die Unternehmens-Gegenstände bezieht. …

Die Grundfrage – bezüglich jeder Form von aus diesem Unternehmen -daraus wirkender „Mitgliederförderung“ (denn das ist die Grundlage für jede Genossenschaft) – wäre dann stets etwa so zu stellen:

·       Handelt es sich – tatsächlich - um eine (allgemeine) „Mitgliederförderung“ oder sollen  lediglich Vorteile Kosten/Steuern/etc. (Einzelner) entstehen?

Nehmen wir z.B. das Thema:

·       „Kinderbetreuung“.

Es wird Mitglieder geben, die haben keine Kinder, andere Mitglieder haben mehrere. Unstrittig könnten die Kinderbetreuungskosten ganz allgemein im „Katalog der Förderwirtschaft“ aufgenommen werden, denn die „Kinderbetreuung“ wirkt sich sowohl für diejenigen aus, die Kinder zu betreuen haben, wie auch diejenigen, die keine Kinder haben. Die Förderwirtschaft hat also sowohl:

·       einen Aspekt der direkten Betroffenheit,

als auch

·       einen Aspekt der indirekten Betroffenheit.   

Der direkte Aspekt ist zugleich einsichtig:

·       Die Betreuung ist notwendig, damit das Mitglied (z.B. die Mutter) im Interesse der Gemeinschaft verlässlich wirtschaftlich tätig sein kann.

Der indirekte Aspekt wird einsehbar, weil:

·       Aufgrund der Betreuung von Kindern der Mitglieder, diese  Mitglieder zugunsten der Förderwirtschaft aller Mitglieder anwesend und tätig sein können.

Ihr seht, es kommt also darauf an, dass bei allen „förderwirtschaftlichen Einzelentscheidungen“ argumentiert werden kann, dass dies zugleich im Interesse der Förderwirtschaft (möglichst) aller Mitglieder (Wirkung) erfolgt. …

Nehmen wir ein weiteres Beispiel:

·       Schaffung von „Einkaufsvorteilen“.

Eine Genossenschaft ist zugleich auch eine „Gruppe“. Und  „Gruppen“ schaffen Vorteile, z.B. durch gemeinsamen Einkauf oder Nutzung von Dienstleistungsangeboten. ….

Die Beispiele ließen sich beliebig vermehren, stets kommt es auf plausible Begründungen an, weshalb eine „Maßnahme“ als zulässige „Förderwirtschaft“ zu sehen ist und wann nicht.

Wir empfehlen, nicht nur einen „bunten Strauß“ förderwirtschaftlicher Ideen zu kreieren, sondern dazu auch (ganzheitliche) Begründungen zu definieren.

Der „Förder-Drei-Klang“ könnte etwa lauten:

 

·       Maßnahme definieren

·       Direkte Nutzung erläutern

·       Indirekte (positive) Auswirkungen für alle Mitglieder begründen“.

 

Ziel ist es letztlich, auch eine Steuerprüfung zu überstehen. Gehen Sie stets davon aus, dass weder Steuerberater, noch Steuerprüfer „sattelfest“ beim Thema Genossenschaften allgemein und bezüglich der Thematik „Förderzweck“ im Besonderen sind.

Es gibt eine Menge „förderwirtschaftlicher Ideen“ und somit Vorteile zugunsten der Rechtsform Genossenschaft. Aber man sollte sich bewusst sein, dass nicht alles davon sofort (und einvernehmlich) „abgehakt“ wird. Gut begründete Versuche sind sozusagen das „A&O“ …..

„Coop – Die geniale Erfindung des nachhaltigen Vorteils“

   

Redaktion: AG Coop-FAQ und AG CoopSpirit im QuantenInstitut IWMC                                               Kontakt: info@quanteninstitut.de  Hinweis: Fragen sind ggf. redaktionell gekürzt.

In Fragen der Kooperation werden wir beraten vom SmartCoop Forschungsinstitut (SVFI) des Bundesverbandes MMW e.V. (Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft)

 

 

 

7.2.21

Kooperationen der "Neuen Energie" - Was bedeutet das; welche Vorteile sind erkennbar?

 

 

Frage:

In unserer Genossenschaft wurden in den letzten 2 Jahren zahlreiche junge Mitglieder (18-30 Jahre) aufgenommen. Sie erweisen sich zunehmend als

·       „Problem“, sagen die „Alt-Mitglieder“. …

Sie selbst definieren sich, über den „alten Kram“ hinausgehend. Für die Ideen von Raiffeisen („Was der einzelne nicht schafft, schafft die Gemeinschaft“) haben sie wenig Sinn. Sie finden eher, dass diese Form von Genossenschaften nur „Feigenblätter“ für die „Konkurrenz-Gesellschaft“ sind. Herr Raiffeisen war – politisch gesehen – damals der „Prell-Bock“ gegen die aufstrebende „Arbeiterklasse“  …

Inzwischen haben diese „Neulinge“ einen eigenen Arbeitskreis geschaffen. Er nennt sich „Genos der Neuen Energie“.

Da wir keine Energie-Genossenschaft sind, ist vielen Mitgliedern unklar, was eine solche Bezeichnung bedeuten soll. …

Kann es überhaupt so etwas wie „Neue“ oder „Alte“ Energie geben. Und was bedeutet der Begriff „Energie“?

Leider können und wollen die „Jungen“ es den „Alten“ das auch nicht erklären. …

Wir „Alten“ haben wiederholt aufgefordert, zur „Gemeinschaft“ zurückzukehren, weil ein „Gegeneinander“ in einer Genossenschaft einfach keinen Sinn macht. ….

Bisher sind jedoch alle Bemühungen um Harmonie gescheitert. …

·       Ist Euch dies Phänomen bekannt aus anderen Genossen-schaften?

Und wenn ja, wie hat man es dort gelöst?

Außerdem interessiert uns, was die Gruppe mit „neuer“ oder „alter“ Energie meint.

Habt Ihr dazu ein paar nützliche Hinweise?  …

Antwort

Wir könnten einfach nur sagen:

·       Endlich – Es beginnt sich in Genossenschaften etwas zu bewegen; seid froh darüber

Aber das wäre wohl etwas zu wenig für mehr „Klarheit“, die letztlich im Interesse der gesamten Genossenschaft liegen könnte bzw. sollte. …

Wir wollen Euch zunächst nur wenige Hinweise geben, vor allem euch einige Literaturvorschläge machen. …

Nachdem Ihr Euch durch eigene Recherchen selbst eingelesen habt, stehen wir gern als Ansprechpartner weiter zur Verfügung. Würden wir jetzt Hinweise und Erklärungen geben, würde das mehrere „Seiten“ füllen und immer noch Klärungsbedarf bestehen. Gern können wir auch „Genossenschaft-Online“ einbeziehen, einen Blog der Fachgruppe „SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI)“ im Bundes-verband MMW.

Bei den Begriffen „Neue“ oder „Alte“ Energie handelt es sich nicht um Begriffe zur „Energie-Erzeugung“. Es handelt sich um „Bewusstseins-Energie“. Und „Bewusstsein“ hat nichts mit „Verstand“ zu tun. Es ist „Quanten-Energie“ gemeint, die man auch als „interdimensionale Energie“ bezeichnen könnte. Wir bewegen uns also sowohl auf der uns bekannten 4-Dimensionalität (Höhe. Breite, Länge, Zeit), mit dem bekannten „linearen Denken““, wie auch darüber hinaus, was man als „Multidimensionalität“ bezeichnen kann. Dort ist nichts mehr „linear“, alles ist „quantenhaft“.

Vereinfacht gesagt:

·       Uns bekannt physikalische Gesetzmäßigkeiten beginnen sich zu verändern, die „Newtonsche Physik“ (Linearität bzw. 3-Dimensionalität) wird sozusagen „überschritten“, es wird quasi „multidimensional“. …

Nun werden bereits einige beginnen, sich sozusagen die „Haare zu raufen“. Aber es wird auch andere Menschen geben – insbesondere „junge Menschen“, die damit überhaupt keine Schwierigkeiten haben werden. …

Für diese Menschen gibt es – um ein Beispiel zu nennen – auch keine „Denk-Probleme“ mit z.B. „Daseinskreisläufen“ oder „Selbst-Heilung“

Diese „junge Generation“ redet auch ganz unbefangen von „Veränderungen der DNA“ (nicht jedoch der bekannten physischen „Stränge“ – sondern von dem, was zahlreiche Forscher als „DNA-Müll“ bezeichnen, was jedoch von einem zunehmend größeren Kreis von Wissenschaftlern als „Quanten-Motor für die physische DNA“ bezeichnet wird. ...

Vereinfacht gesagt, kann man „Neue Energie“ als „höheres Bewusstsein“ bezeichnen. Man kann auch sagen: Dieses „Bewusstsein“ hat eine „höhere Schwingung“. …

Zu kompliziert?

Wir erwarten nicht, dass Sie das bereits verstehen müssen. Es reicht aus, sich für neues Wissen und Erkenntnis zu öffnen. …

Gerade erleben viele Eltern, dass Ihre Kinder „irgendwie anders“ sind bzw. reagieren. Diesen Eltern empfehlen immer mehr „Berater“:

·       Öffnen Sie sich für das, worin Ihre Kinder „anders“ sind. …

Wir vermuten, dass Eure „Jungen Mitglieder“ auch anders sind. …

Der grundlegende Unterschied zwischen „Jung“ und „Alt“ bezieht sich offensichtlich auf die „DNA“ (sozusagen den multidimensionalen Teil). … Um ein „Beispiel“ zu nennen, wie das sich auswirkt:

·       Menschen, die in der „alten Energie“ geboren wurden (etwa bis Anfang/Mitte der 80-ziger Jahre) hatten – bei der Geburt - eine ca. 30% entwickelte DNA.

·       Ab den 80-ziger Jahren erhöhte sich die „DNA-Effizienz“ der Neugeborenen auf ca. 33-35%

Damit verbunden – so wird gesagt – können auch neue Fähigkeiten vorhanden sein, wie z.B. Telepathie, bessere Intuition oder Gesundheit).

Nehmen wir einmal an, Euere „Junge Generation“ verfüge über solche „Zusatz-Fähigkeiten“. Wir würden das – auch aus Euerer Sicht - durchaus begrüßen, denn:

·       Sie würden zweifellos neue Chancen – für Euere Genossenschaft eröffnen, z.B. mittels „Wahrnehmung“, denn damit könnten vermutlich z.B. Fehlinvestitionen vermieden oder „Top-Chancen“ eröffnet werden.  …

Anliegende Liste zu entsprechender Literatur oder Internet-Portalen, geben Euch durchaus sinnvolle weitere Informationen bzw. Denk-Ansätze.

Wir leben sozusagen in einer spannenden „Übergangszeit“, die für Genossenschaften entweder:

·       Größere „Probleme“ bringt, oder aber

·       Enorme (neue)  „Chancen“ eröffnet.

Es liegt jetzt an Euch selbst zu entscheiden:

·       Offen für das „NEUE“ (und die „NEUEN“) zu sein, sie sozusagen intelligent zu integrieren

oder

·       Sich dem/den „NEUEN/M zu verschließen und weiterhin als „Feigenblatt“ der Konkurrenzwirtschaft zu dienen.

Gern setzen wir den Dialog fort, wenn Ihr bereit seid, Euch (auch) für das Neue zu interessieren ….

   

Redaktion: AG Coop-FAQ und AG  CoopSpirit im QuantenInstitut IWMC                                               Kontakt: info@quanteninstitut.de  Hinweis: Fragen sind ggf. redaktionell gekürzt.

In Fragen der Kooperation werden wir beraten vom SmartCoop Forschungsinstitut (SVFI) des Bundesverbandes MMW e.V. (Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft)

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