SmartCoop-SCFI

"SmartCoop" - heißt "intelligent kooperieren". Gibt es auch Kooperation, die nicht "intelligent" ist"? Bewusst wohl nicht, aber unbewusst durchaus. "Unbewusst" - so stellt man oftmals fest - werden wichtige Coop-Elemente schlichtweg übersehen. Meist sind das jedoch genau die Elemente, die das ausmachen, was man als die (entscheidenden) Wirk-Kraft-Vorteile bezeichnen könnte. Kooperation ist - von Natur aus - jeder Form von Konkurrenz überlegen. Wir wollen in diesem Blog den Nachweis dieser Annahme erbringen. Das "SmartCoop - ForschungsInstitut" (SCFI) führt Wissenschaftler, Fachberater, Manager und andere Expertengruppen zusammen, um die jetzt notwendigen neuen COOP-ZUKUNFTS-BILDER - für Wirtschaft und Gesellschaft - entstehen zu lassen. Wir "experimentieren" mit vielen neuen "Werkzeugen", was natürlich auch "Anleihen" aus der QuantenPhysik, etc. einschließt. Hier kooperieren wir mit dem IWMC QuantenInstitut - Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation für angewandte Quantenphysik. Wir veröffentlichen hier - anwendungsbezogen - vor allem Auszüge aus unserer diskursiven Forschungs-Praxis. Kooperation - auf den Punkt gebracht: Die geniale Erfindung des ganzheitlichen VORTEILS. Diese Blogs könnten auch interessieren: GenoFAQ, CoopFAQ

Koordination: Gerd K. Schaumann

31.3.21

Mitgliederförderung – Zwischen Sinn und Folgen?!


 

Der Genossenschaftskommentar - Ein Leitfaden für die Praxis

 

Frage:

Wir erleben derzeit eine wahre Flut von Versprechungen, was alles unter dem Begriff „Mitgliederförderung“ zu sehen ist. Ich bin selbst im Aufsichtsrat einer Genossenschaft und werde Ständig von zahlreichen Mitgliedern  unserer Genossenschaft bedrängt, unsere Mitgliederförderung erheblich auszuweiten. Unlängst war ich bei einem „Beratungsgespräch“ anwesend, weil ein Bekannter von uns, der zahlreiche Immobilien hat, von einem „Berater“ angesprochen wurde und einen Beratungstermin hatte. …

Ich hatte den Eindruck, auf einem „Förder-Basar“ zu sein, denn es gab fast keinen Bereich, der angeblich nicht „förderfähig“ wäre – so der Berater. … Alles zum Wohle der Mitglieder, auch das noble Firmenfahrzeug oder die Mitglieder-Weiterbildung im „Ferienparadies“. Natürlich fehlten die „Bioküche“ und andere „Wohltaten“ nicht. Und der „Gründungsspaß“ recht teuer. Ziemlich viel für das Ausfüllen von einigen „Gründungs-Vordrucken“. …  Ich hätte den Preis ja noch verstanden, wenn es eine „gesicherte“ Zusage für die „Förderung“ gegeben hätte. Auf die Frage des anwesenden Steuerberaters meines Freundes, nach der „Belastbarkeit“ der Beratungsempfehlungen, wurde seitens des Beraters auf das Genossenschaftsgesetz und auf Kommentare dazu verwiesen. Insbesondere ein Herr Peutin (oder so ähnlich) wurde zitiert. Der sei eine große Nummer im Genossenschaftsbereich. … Der Steuerberater verwies immer wieder auf die „ungesicherte“ „Steuerlage“ hin, es gäbe bisher dazu keine gesicherte Rechtsprechung. ….

Was soll ich nun glauben? Habe ich als „Aufsichtsrat“ etwas falsch gemacht oder sind da „Scharlatane“ unterwegs, die nicht wissen, was sie tun:

·         Man provoziert den Gesetzgeber und trägt vielleicht dazu bei, das Genossenschaftsrecht einzuschränken. …

Wie sollte man sich verhalten?

Antwort:

Wir kennen die Thematik inzwischen recht gut und wundern uns schon, für wie naiv manche „Kunden“ und „Genossenschaftsberater“ die Gesetzgeber halten, die gerade jetzt die ganz normale „Wirtschaftstätigkeit“ (pandemiebedingt) mit hohen zusätzlichen Milliarden-Krediten „am Leben“ erhalten müssen. Diese zusätzlichen Staatsschulden müssen von den Steuerzahlern in den nächsten Jahren (zusätzlich) aufgebracht werden. …

Zur gleichen Zeit verkünden „eloquente“ Verkäufer den „leichten Weg zum Steuersparen“ zur Sicherung des „Vermögenswachstums“ – vorrangig für bereits „sehr gut Betuchte“, wie man landläufig sagen würde. …

Dies hat nichts mit einem „Genossenschaftskommentar“ zu tun, könnte man einwenden. Das sieht aber nur auf den ersten Blick so aus, denn wie Juristen wissen, wird bereits in den Anfangssemestern der Rechtswissenschaften gelehrt, dass „Recht“ auch „politisch“ ist. Manche sprechen „von zu Normen geronnener Politik“.

Natürlich kennt man auch den Unterschied zwischen „Legitimität“ und „Legalität“.

Nehmen wir einmal an, dass jemand meint, es könne zur Mitgliederförderung gehören, z.B.:

·         Einen überdurchschnittlich großen Sportwagen für die Genossenschaft anzuschaffen, um die Kinder von Mitgliedern zur Schule zu fahren;

·         Weiterbildung müsse in Mallorca oder in USA erfolgen;

·         Die moderne „Bio-Küche“ und die „Bio-Nahrung“ für die „Familie der Mitglieder“ anzuschaffen;

·         Das in die Genossenschaft eingebrachte Haus komplett zu sanieren,

etc..

So oder ähnlich, die „Verkaufs-Idee“ von „pfiffigen“ Genossenschaftsberatern. Das alles schreibt man „abstrakt“ in die Satzung und konkretisiert es über eine „Förderrichtlinie“ der Genossenschaft. ...

Recht zeitnah dürfte es in solchen Genossenschaften zu einer „Umsatzsteuer-(Sonder-)Prüfung“ kommen. …

Die Frage ist angemessen, mit welchen „Gesetzen oder Richtlinien“ dieser Steuerprüfer wohl ausgestattet ist? Wir vermuten, er ist mit Steuergesetzen, Steuer-Richtlinien und Arbeitspapieren der Oberfinanzdirektion (OFD) ausgestattet. Er oder sie hat Listen mit sog. Vergleichswerten zur „Angemessenheit“ dabei. Die Steuerprüfung wird sich an der zentralen Frage dieser „Angemessenheit“ orientieren und - wahrscheinlich in zwei Richtungen gehend - zunächst so lauten:

·         Wie wäre der Vorgang aus der Sicht eines Vergleichs mit anderen Unternehmensformen zu beurteilen?

Sind Sportwagen, Weiterbildung in USA, Bio-Küche, Haussanierung, etc. schon „beurteilt“ worden?

·         Wie sind diese Situationen – abweichend – bezogen auf die Besonderheit einer Genossenschaft – unter Berücksichtigung der Spezifik „Mitgliederförderung“ – zu sehen?

Wir fassen zusammen:

·         Es spricht natürlich nichts dagegen, eine „komfortable“ Mitgliederförderung „auszuweisen“. Das macht sich gut in der Situation „Verkauf einer Beratungsleistung“.

Aber ist das auch im Interesse des Genossenschaftsgedankens allgemein und einer zukunftsfähigen, rechtssicheren Mitgliederförderung im Besonderen?

Nichts spricht dagegen, die Mitgliederförderung – der Grundgedanke der Genossenschafts-Idee – latent den jeweilig konkreten Momenten einer jeweils konkreten Genossenschaft – anzupassen, um die „Wirtschaft“ (der Genossenschaft und deren Mitglieder) – ganz wie es im GenG vorgesehen ist - zu fördern.

Wir haben jedoch Bedenken, dies als eine Art „Vertriebskonzept“ aufzubauen und zu popularisieren, weil man bereits hiermit zum Ausdruck bringt, eben diese „Einzelfall-Entscheidung“ oder anders ausgedrückt, die unterschiedlichen Situationen (zwischen und in Genossenschaften) eigentlich nicht berücksichtigt zu haben. ….

Auch wenn es zunächst („vertriebstechnisch“) Sinn machen könnte, die Mitgliederförderung zu „standardisieren“, wird das später – z.B. bei einer Betriebsprüfung oder einem Urteil des Finanzgerichtes – sich wahrscheinlich als – nicht unerheblicher Nachteil herausstellen können, weil:

·         Es eher unwahrscheinlich ist, dass man bereits vor einer Gründung – und au0erdem ganz allgemein abstrakt generell geltend - oder auch während des Gründungsvorganges einer jeweiligen Genossenschaft, bereits genau gewusst haben könnte, wie im Einzelfall die jeweils konkrete Genossenschafts-Förder-Situation aussehen werde. …

Mitgliederförderung ist eher eine „variable“ und von Genossenschaft zu Genossenschaft divergierende, spezifische Situation. Ohne Einzelfall-Betrachtung – also bezogen auf Sachverhalt und sogar den gewählten Zeitpunkt – sowie jeder speziellen Art und Geschäftsbetrieb einer Genossenschaft, macht man sich unnötig „angreifbar“ gegenüber den – ganz sicher nicht unkritischen Einstellungen – von zunächst Steuerprüfern und danach wohl auch Finanzgerichten. …

Es sollte nachdenklich machen, weshalb der Gesetzgeber (GenG) ausgerechnet den „zentralsten“ Unterschied dieser Unternehmensform zu anderen Rechts-Formen, sozusagen das „Herzstück“ einer Genossenschaft - die Mitgliederförderung - eben nicht besonders konkretisiert hat, sondern es bei (abstrakt-generellen) Hinweisen in § 1 GenG bewenden lässt, um die Grundvoraussetzungen für eine „Genossenschaft“ zu definieren:

 

Zunächst die – alte – Fassung, die seit Entstehung des GenG – 5/1889 (RGBL1,55) bestand:

 

·         „Gesellschaften von nicht geschlossener Mitgliederzahl, welche die Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft ihrer Mitglieder mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb bezwecken …“ (sind Genossenschaften)

 

Die seit 17.07.2017 geltende Fassung des GenG (BGBL 1 S. 2541) lautet nunmehr:

 

·         „Gesellschaften von nicht geschlossener Mitgliederzahl, deren Zweck darauf gerichtet ist, den Erwerb oder die Wirtschaft ihrer Mitglieder oder deren soziale oder kulturelle Belange durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern (Genossenschaften), erwerben die Rechte einer "eingetragenen Genossenschaft nach Maßgabe dieses Gesetzes.“

 

Bei einem Vergleich beider (aktuell bestehenden) Formulierungen könnte man zu folgenden Überlegungen kommen:

 

A.

·         Der Erwerb oder die Wirtschaft soll durch „soziale und kulturelle Belange“ – in der gleichen Genossenschaft - ergänzt werden.

oder

·         Es sollen nunmehr auch (solche) Genossenschaften entstehen können, die (als Unternehmensgegenstand) die sozialen oder kulturellen Belange ihrer Mitglieder fördern.

 

Eine andere Interpretation könnte jedoch z.B. lauten:

 

B.

·         Genossenschaften, die dem Erwerb oder die Wirtschaft dienen, sollen auch (also zusätzlich) die sozialen und kulturellen Belange ihrer Mitglieder wahrnehmen können.

 

Wir fügen diese Betrachtung deswegen an, weil eine überzogene, abstrakt generelle Betrachtungsweise sogar herausfordern könnte, infrage zu stellen, ob es sich denn bei solchen Konstrukten überhaupt (noch) um eine Genossenschaft handelt? …

 

Es steht mehr zur Diskussion, als bisher angenommen. Noch befindet sich alles in einer Art „Klärungs-Vor-Phase“.

 

Es geht nicht nur darum, die Mitgliederförderung zu „optimieren“, es kann auch darum gehen, zu vermeiden, dass diese „Turbo-Förder-Diskussion“ in ihr Gegenteil umschlägt und man   sich plützlich - bezüglich der Mitgliederförderung - grundlegend - in der „Rechtfertig-ungs-Defensive“ zu befindet.

 

Wir wollen das hier nicht näher thematisieren, nicht unnötig mit dem „Feuer“ spielen, aber die Zeiten sehen derzeit eher – finanzpolitisch – nach „Restriktionen“ aus, als nach großzügigeren Erweiterungen in Richtung Ausweitung von „Steuervergünstigungen“ aus. …

 

Vor allem sollte man dringend überprüfen, ob es wirklich Sinn macht, aktiv zu „werben“ mit den „tollsten Sparmodellen via Genossenschaften“. Dazu zählt auch, quasi das Verteilen von Vordrucken, also von „Standardlösungen“.

 

Um nicht missverstanden zu werden:

 

·         Es ist durchaus von Vorteil, wenn sich die „Rechtsnorm Genossenschaft“ von dem Klischee befreit, lediglich „eine Veranstaltung zur Behebung von sozialen Nachteilen zu sein. Wenn man Genossenschaften (auch) als eine wichtige Rechtsform zur Entwicklung des Kooperativen Wandels“ ansieht (und das ist sie durchaus), dann sind Wege richtig und wichtig, z.B. im wirtschaftlichen Mittelstand Akzeptanz zu finden. Hier stehen wichtige und interessante Themen für genossenschaftliche Lösungen an. Genossenschaften bieten sich – geradezu ideal – zu intelligenten Lösungen, wie z.B. die Unternehmensnachfolge.

 

Auch die Kombination von Genossenschaften mit anderen „Systemen“, wie z.B. Stiftungen oder Vereine ist interessant.

Mit dem Konzept „MitUnternehmer“ entsteht z.B. eine stärkere Identifikation der Beschäftigten zum Unternehmen (anderer Rechtsformen). Auch die Kombination von anderen Rechtsformen mittels Genossenschaften („Mitarbeiter-Genossenschaft“ z.B. für Gruppen-vorteile) oder die „Stärkung von Vereins-Finanzen“ mittels „Vereins-Genossenschaften“, sind Wege in eine Kooperative Innovations-Gesellschaft.

Solche Perspektiven würden jedoch geschwächt, wenn man:

·         Genossenschaften auf „Steuer-Spar-Ideen“

reduzieren würde.

Aber vielleicht war bisher alles nur ein „Missverständnis, weil das eigentliche (genossenschaftliche) Potential noch nicht erkannt wurde.

Die Rechtsform Genossenschaft wird - ohne Zweifel - für immer mehr (freie) Berufe mit „beratendem Charakter“ interessant. … Genossenschaftsberater, die mit Unternehmensberatern, Steuerberatern, Rechtsanwälten, kooperieren wollen, werden nicht umhinkommen, das „gesamte Spielfeld“ zu betrachten und vor allem „Langfrist-Nutzen“ (statt „Strohfeuer“) zum wechselseitigen Vorteil definieren müssen. … 

Mitglieder-Förderung ist für alle Formen von Genossenschaften viel zu wichtig, um sie zur Disposition zu stellen.

Wer aber meint, lediglich überzogene Erwartungen zum Förderzweck in Genossenschaften sei das Problem, der sollte wissen, dass auch das Gegegenteil nicht akzeptabel ist.   

 

Redaktion: AG Genossenschaftskommentar- in Verbindung mit - SmartCoop Forschungsinstitut (SCFI) „ThinkTank“ des MMWCoopGo (Bundesverbandes für die gesamte Cooperatins- u. Genossenschaftswirtschaft) i.V.m. Experten und Fachleuten des Bereichs Genossenschaften. Beiträge der Redaktion werden u.a. im Blog https://genossenschaftskommentar.blogspot.com veröffentlicht.  Mails senden Sie bitte an:  info@menschen-machen-wirtschaft.de

 

 

 

 

 

        

 

29.3.21

Kooperativer Wandel: Sind Fragen wichtiger als Antworten?


 

Frage

Unsere Welt scheint von der Idee getragen, dass Antworten der wesentliche Impuls für Entwicklung sei. Nehmen wir z.B. den Kooperativen Wandel. Wer würde dazu schon die Antworten kennen …. Wir haben ja noch nicht einmal begonnen, entsprechende Fragen zu stellen. Es ist doch leicht zu erkennen, wenn wir uns selbst beobachten: Erst wenn eine Frage „kommt“, beginnt unser Hirn zu arbeiten und wir antworten … - nicht umgekehrt. Warum wird das nicht an Schulen gelehrt oder in anderen Bereichen der Gesellschaft, besonders der Politik so praktiziert?

Antwort

Das habt Ihr wirklich gut erkannt. Eigentlich müsste unsere AG „QuantFragen“ statt „QuAntworten“ heißen. Es war bei uns lediglich eine Sache der besseren „Lesbarkeit“. …

Uneingeschränkt JA  zu Eurer Frage!!!

·       Alles beginnt damit, etwas (fragend) wissen zu wollen, was auch immer der „Motor“ war.

Der Satz:

·       „Etwas in Frage zu stellen“, ist keine Kritik, sondern eine Chance.

Eigentlich heißt es eher so:

·       „Wir stellen etwas in eine Frage“.

Klingt schon ganz anders – oder?

Wenn „fragen“ so zentral sind, besteht eigentlich wenig Verständnis für das, was Schule täglich praktiziert:

·       Dort stellt ein Lehrer nur „Fragen“, deren Antworten er selbst (schon) kennt.  …

Eine merkwürde Art, „Ansporn zum Lernen“ zu geben. …

Man nennt es wohl „Dauer-Lernkontrolle“ – aber ist so etwas wirklich „Ansporn für Neugier“?.

Ähnlich läuft es auch in vielen Bereichen der Politik. Meist erwarten Politiker von Journalisten – vorher – zu wissen, welche Fragen gestellt werden. Das ist der Grund, weshalb es dann für die Bürger so aussieht, als sei der „Beantworter“ besonders gut informiert. …

·       Jeder wissenschaftliche Fortschritt beginnt mit einer Frage

Zunächst besteht Neugier oder Zweifel am Bestehenden. Dann erst beginnt der Impuls, sich auf den Weg zur (möglichen) Lösung zu begeben. …

Interessant ist auch – dies „Spiel“ wenden wir im QuantenInstitut oft an:

·       Die Qualität einer Frage ein- oder mehrfach zu „toppen“, bevor wir uns zur Beantwortung begeben.

Nehmen wir beispielhaft:

·       Den „Kooperativen Wandel“.

Wir stehen dort ganz am Anfang, wissen aber, dass er sich nicht aufhalten lassen wird. Er kann jedoch „verzögert“ werden, sofern die Bewusstseinsentwicklung der Menschen an Dynamik verliert. …

Als wir begannen, uns mit dem Thema „Kooperativer Wandel“ intensiv zu beschäftigen, haben wir zunächst quasi eine Art

·       „Antwort-Verweigerung“

eingeführt. …

Jeder der meinte, bereits eine Antwort zu kennen, wurde gebeten sie zu notieren, aber sie nicht (intern) zu „veröffentlichen“.

Nur so konnten wir sicherstellen, nicht zu frühzeitig auf „Lösungssuche“ zu gehen und – wie wir meinten – damit die Qualität, Bereite und Tiefe unserer Erkenntnis einzuschränken.

Beispielhaft einige unserer Fragen:

·       Was ist das Gegenteil von „Wandel“ oder von „Kooperation?

·       Warum könnte es ein Spannungsfeld zwischen „Konkurrenz“ und „Kooperation“ geben und weshalb beginnt man gerade jetzt, sich besonders intensiv mit dieser Thematik zu befassen?

·       Wie werden Politik, Gesellschaft, etc. Medien, letztlich die diversen Gruppen der Menschen auf diesen „Paradigmen-Wechsel“ reagieren?

·       Wer werden die vermutlichen „Gewinner“ oder „Verlierer“ eines solchen „System-Wechsels“ sein?

·       Wie wird die zu erwartende „Reaktion“ der Vertreter des „Konkurrenz-Systems“ ausfallen, welches werden die vermutlichen „Haupt-Linien“ der „Verteidigung“ sein?

·       Wie werden die Menschen mit den notwendig neu zu definierenden Begriffen, wie „Selbstverantwortung“, „Selbstbewusstsein“, „Selbstorganisation“, etc. umgehen, sich darauf eher freuen oder eher in einer eher typisch defensiven „Veränderungs-Verweigerungs-Haltung“ verharren wollen?

·       Welche Bedeutung hat ein „Kooperativer Wandel“ für den Planeten, unsere Lebensgrundlagen und die unserer nachfolgenden Generationen.

·       Ist ein „Kooperativer Wandel“ wirklich erforderlich oder reichen „Reparaturen“ am „Konkurrenz-System aus?

·       Wie wird besonders die junge Generation auf diesen Paradigmen-Wechsel reagieren.

Und letztendlich auch solche Fragen, die bisher nur wenigen Menschen zugänglich sind, aber die für einen Bewusstseinswechsel sozusagen die Grundlagen bilden, wie z.B.

·       Die Änderung des Erd-Magnetgitters oder die stärkere „Strahlung der Sonne“ (Helio-Sphäre).

Eine der wichtigsten Fragen lautete:

·       Ist die Annahme richtig, den „Kooperativen Wandel“ sozusagen als Folgeerscheinung – quasi als „Motor“ eines unabdingbaren „Bewusstseins-Wandels“ zu sehen und zu verbreiten?

Es hat – auch bei uns – eine Weile gedauert, bis ein „allgemeiner Konsens“ bestand. …

Was können wir davon weitergeben?

·       Dass alles mit guten, d.h. tiefgreifenden - und immer wieder zur Disposition gestellten – FRAGEN beginnen sollte.

Eigentlich wäre es angemessen, so etwas wie ein „Grundrecht auf Fragen“ zu gewährleisten und Lehrer, Professoren … auch Parteien, Politiker oder Verbände sollten sich ebenfalls darin üben, (richtige) Fragen zu stellen. Im Bereich Genossenschaften könnte dazu eine solcher (wichtigen) Fragen z.B. lauten:

·       Wann gibt es ein klares Bekenntnis des Genossenschaftsbereichs zum „Kooperativen Wandel“?

Hinweis:

„Google“ innovativ selbst die „wichtigsten Begriffe und Informationen“ und achte auf die Unterschiede der Informationen… 

Redaktion: FG „QuAntworten“ im IWMC QuantenInstitut (Internationale Wissenschafts- und Medien-Cooperation für angewandte Quantenphysik) info@quanteninstut.de

In Fragen der Kooperation werden wir vom SmartCoop-ForschungsInstitut des MMWCoopGo Bundesverbandes für Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft  e.V. beraten.

 

26.3.21

Intuition – Was ist, wie geht das?

 


 

Frage

Was ist „Intuition“ und wie unterscheidet sie sich vom „Denken“?

Antwort

Intuition hat mit Denken nichts zu tun. Unser Gehirn benötigt „Wissen“ zum Denken. Das muss bereits vorhanden sein. Aber „Unbekanntes“ ist neu. Es ist etwa so, als würde man einem PC den Zugang zur Software „kappen“. Er verarbeitet dann nur das, was er bereits gespeichert hat. Intuition ist die Verbindung zu universalem Wissen, sozusagen zu „multidimensionalen Datenbanken“. Dieser „Zugriff“ erfolgt durch unseren „Quantencomputer“, unsere Zirbeldrüse. Letztlich können auch „direkte Verbindungen“ zu unserem Ursprung „geschaltet“ werden. Intuition wird uns auch ermöglichen, auf „multidimensionale“ Datenbanken zuzugreifen …   

Hinweis: „Google“ selbst und achte auf die Unterschiede der Informationen…  

Redaktion: FG „QuAntworten“ im IWMC QuantenInstitut (Internationale Wissenschafts- und Medien-Cooperation für angewandte Quantenphysik) info@quanteninstut.de

In Fragen der Kooperation werden wir vom SmartCoop-ForschungsInstitut des MMWCoopGo Bundesverbandes für Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft  e.V. beraten.

 

        

 

24.3.21

„CoopGo to Future“ – Genossenschaften übernehmen jetzt Verant-wortung für unsere gemeinsame Zukunft.

  


Essenz: 

Menschen, die durchaus einen Zusammenhang zwischen der (alten) Gegeneinander-Wirtschaft und dem Zustand unseres Planeten sehen, werden ständig mehr. Es werden inzwischen sogar Stimmen laut, den Art. 20 unseres Grundgesetzes mit einem klaren Bekenntnis zu mehr Kooperation zu verändern. Das Wort „kooperativ“ reicht aus, um der Politik einen klaren Auftrag zu geben. Aber was heißt „kooperativ“? Jeder hat dazu eine andere Vorstellung und bei Genossenschaften ist das nicht anders.

Es fehlt eindeutig ein klares Bekenntnis, wie, wozu und wohin wirtschaftliches und gesellschaftliches Handeln führen soll. Ja, die „Förderung der Mitglieder“ ist ein eindeutiger Auftrag, um sich Genossenschaft nennen zu können. …

Aber reicht das aus? Eine Untersuchung wäre sinnvoll, den Gesamtbeitrag zu ermitteln, den Genossenschaften für wahre Kooperation (für Menschen) bisher leisten. …

Meint man z.B. Veränderungen im Wohnsektor, Teilhabe am Unternehmenserfolg, etc. dann mag das Bestehende ggf. ausreichen. Der Satz des Herrn Raiffeisen - zur Erinnerung - jedoch auf die aktuelle Situation angewandt würde dann wohl so lauten:

·       Was einzelne Genossenschaften nicht vermögen, vermögen viele, vielleicht sogar  die Gesamtheit?!

Dazu fehlt jedoch bisher so etwas wie ein kooperatives Selbstverständnis. Wir kennen bisher weder Verbände, noch Genossenschaften, die ihren „Förderauftrag“ auf Zukunfts-Verantwortung erweitern. In Anbetracht der erkennbar klaren Zusammenhänge von Wirtschaft und Zukunftsfähigkeit, wäre es eigentlich sinnvoll, wenn  „kooperativ aufgestellten Unternehmen“ begännen, über den „Tellerrand“ der „Mitglieder-Förderwirtschaft“ hinauszuschauen und sich mit den größeren Zusammenhängen zu befassen. Was oder wem nützt, eine gute „Mitgliederförderung“, wenn die Lebensgrundlagen immer kritischer werden? …

Da die Genossenschaftsverbände bei solchen Fragen eher die „Köpfe“ senken, wäre es angebracht, zur „Selbsthilfe“ zu greifen und die Zukunftsfähigkeit – zunächst einzelner – hernach wohl auch von Gruppen derGenossenschaften zu „belohnen“.

CoopGo ist die etwas andere Genossenschaftsbewegung, deshalb könnte von dort auch am Ehesten der Impuls ausgehen, „Zukunftsfähigkeit“ und „Nachhaltigkeit“ zu „belohnen“. …

Wie wäre es z.B. mit einem Zertifikat, wie „CoopGo to/for future“ (oder ähnlich)?

Wer so zertifiziert wäre, würde sofort – für jeden – signalisieren:

·       Wir denken und handeln nicht nur gemeinschaftlich nach innen, wir übernehmen auch Verantwortung für unser Handeln nach außen. …

Wichtiger als jetzt sich mit den „Feinheiten“ der Art, Umsetzung und Handhabung für ein solches Zertifikat zu beginnen, wäre eine CoopGo-Arbeitsgruppe aus Genossenschaften zu bilden, die aktiv in den Gestaltprozess einbezogen sind …    

Frage

Wir hatten bereits eine ähnliche Frage gestellt, sind aber mit der Antwort nicht ganz zufrieden. Die Idee mit den „CoopGo-Zertifikaten“ finden wir toll, denn bisher hat man sich bei Genossenschaften (fast nur) mit den Mitglieder-Förderungen befasst. Das mag zwar „nett“ sein, greift aber viel zu kurz.

Wer heute eine Genossenschaft gründet, verbindet damit auch immer mehr den Eindruck zu vermitteln: „Sieh, ich bin fortschrittlich“, oder zumindest anders. …

Egal, was in oder von solchen Genossenschaften danach „angestellt“ oder „verursacht“ wird, fällt unter den „Deckmantel Fortschritt“. Nun könnte man den Standpunkt vertreten, dass es nicht die Aufgabe von „Rechtsformen“ sei, die „Welt zu verändern“. Das mag für die „Konkurrenz-Denker“ so sein, aber nicht für „Gemeinschafts-Denker“, also solche, denen nicht egal ist, was sie anbieten und wie sich diese Angebote auf andere auswirken. …

Euer Hinweis auf eine mögliche Zertifizierung von Genossenschaften, würde auch der CoopGo-Bewegung gut tun. Es sollte auch darauf geachtet werden, welche „Folgen“ genossenschaftliches „Handeln“ auslöst bzw. im Blick hat. Wir würden nicht auf „Zensur“ setzen, eher auf „Anerkennung“, damit die Menschen (Kunden, Mitwirker, etc,) genauer erkennen und gezielter wählen können, auf wen, für was oder auf was sie sich „einlassen“. …

Sind Genossenschaften lediglich ein „Feigenblatt“, um die nicht mehr funktionierende „Gegeneinander-Gesellschaft“ noch eine Weile aufrecht erhalten zu können oder wollen Genossenschaften einen wichtigen Beitrag für unser aller Zukunft leisten?

Habt ihr irgendwelche guten Ideen?

Antwort

Ihr habt euch ein interessantes, aber auch ein recht brisantes Thema ausgesucht. Es scheint für viele Menschen bereits „Fortschritt“ genug zu sein, wenn man sich an einer Genossenschaft beteiligt oder eine solche initiiert. …

Wer sich anschaut, wie die Parteien beginnen, sich auf die Wahl 21 vorzubereiten, erkennt man unschwer, das Thema „Genossenschaft“ hat durchaus „Wahlkampf-Charakter“. Die einen wollen z.B. etwa 800 neue Genossenschaften gründen. Warum sie das tun wollen, bleibt recht unklar. Die Frage ist auch erlaubt, was diese bisher aufgehalten hat, wirklich ernst zu machen, mit mehr „Gemeinschafts-Ökonomie“. Es muss erlaubt sein, zu fragen, warum ausgerechnet aus dieser (grünen) „Ecke“ eine Bundesratsinitiative kam, Neugründungen von Genossenschaften zu erschweren. Oder wie wäre das zu bewerten, dass man beabsichtigt, für alle Genossenschaften die Hürde einer sog. Qualitätsprüfung seitens der WPK (Wirtschaftsprüferkammer) einzuführen? …

Wer wirklich ernst damit machen will, die „Kernproblematik“ (gegeneinander vs. miteinander bzw. Konkurrenz vs. Kooperation) anzugehen, muss auch dort ansetzen und einen glaubhaften „Paradigmenwechel“ für Genossenschaften  einleiten. Das hat nicht nur mit Neugründungen zu tun, es geht auch um die Übernahme „wirtschaftlicher Folgen-Verantwortung“, die bisher bei Genossenschaften erheblich  „unterbelichtet“ ist….

„CoopGo“ hört sich schon anders an, wie „GenoGo“, denn Coop (Kooperation) ist ein Konzept, während Genossenschaft eigentlich nur eine „Struktur“ (Rechtsform) meint. …

Aber auch CoopGo ist noch nicht ausreichend deutlich, es bedarf noch der Ergänzung „wozu-warum-wohin“ das „go“ des „Coop“ führen soll. …

Wir sehen „CoopGo“ als „Teil 1“, bei dem es darum geht, für Kooperations-Bildungen zu sensibilisieren. Es könnte jedoch durch einen „Teil 2“ (wohin soll es gehen?) gut ergänzt werden:

·       „CoopGo for future“ oder “CoopGo pro Zukunft”,

oder ähnlich. …

CoopGo orientiert sich an den „ICA-Standards“ (Weltgenossenschafts-verbandes). Warum nicht genau diesen ICA ins „Boot“ holen, um über den Wertebezug von Genossenschaften zu sprechen und ggf. – international eine Art „Werte-Gütesiegel“ zu entwickeln? …

Wer auf die traditionellen Verbände wartet, wird das wohl noch lange vergeblich tun. Die haben in Deutschland genug damit zu tun, endlich – im gern betonten „Mutterland von Raiffeisen“ den Nachweis zu erbringen, im europäischen Kontext selbst nicht mehr als „nicht erfolgreich“ eingestuft zu werden. …

Aber dennoch:

·       Einen Versuch wäre es wert. Anknüpftend an die „glorreichen Sprüche“ des Jahres 2012 (UN-Jahr der Genossenschaften), die wirklich nicht viel bewegt haben,  könnte man nunmehr endlich in Deutschland unter Beweis stellen, dass „Genossenschaft und (Zukunfts-)Verantwortung“ zwei Seiten der gleichen Münze sind, mindestens sein sollten. …

„Genossenschaft – Ein Gewinn für Alle“ war eigentlich nicht nur als „Verbands-PR“ gemeint, ist aber wohl so verlaufen …

Genossenschaften zu zertifizieren (freiwillig) und sozusagen als erste „wertbewusste“ Rechtsform auszuweisen – wäre das nicht – nach 200 Jahren Genossenschaften - ein wirklich neues „Raiffeisen-Signal“?, sozusagen „Raiffeisen-2.0“.

Wir würden CoopGo wünschen, dies zu einer (wirklichen) „Kooperations-Werte-Bewegung“ (KWB) zu gestalten, denn „wir brauchen einen intakten Planeten“, generationsübergreifend ….

 

 

    Kooperation – Ist die geniale Erfindung des nachhaltigen Vorteils!

Redaktion: Fachgruppe GenoFAQ - im SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) des MMW (Bundesverband der Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft) i.V.m. Experten aus der Kooperations-Theorie und -Praxis.

 Kontakt: gks@menschen-machen-wirtschaft.de

Unsere Berater für Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V. (info@degp.de) und der CoopGo Bund Freier Genossenschaften (gw@coopgo.de)

Unsere Berater für QuantenManagement: QuantenInstitut (IWMC Internationale Wissenschafts-u. MedienCooperation) info@quanteninstitut.de