SmartCoop-SCFI

"SmartCoop" - heißt "intelligent cooperieren". Das bringt sofort die Frage auf: "Gibt es auch Cooperation, die nicht "intelligent" ist"? Bewusst auf "Intelligenz" beim Cooperieren zu verzichten, wäre wohl "Un-Sinn". Aber "unbewusst" - so stellt man oftmals fest - werden wichtige Coop-Elemente schlichtweg übersehen. Meist sind das jedoch genau die Elemente, die das ausmachen, was man als die (entscheidenden) Wirk-Kraft-Vorteile bezeichnen könnte. Wer "Coop" jeder Form von Konkurrenz als "überlegen" bezeichnet - was wir durchaus tun - muss auch, natürlich auf "hohem Niveau", den Nachweis dieser Annahme erbringen können. Das "SmartCoop - ForschungsInstitut" (SCFI) führt Wissenschaftler, Fachberater, Manager und andere Expertengruppen zusammen, um die jetzt notwendigen neuen COOP-ZUKUNFTS-BILDER - für Wirtschaft und Gesellschaft - entstehen zu lassen. Wir"experimentieren" mit vielen neuen "Werkzeugen", was natürlich auch "Anleihen" aus der QuantenPhysik, etc. einschließt. Hier kooperieren wir mit dem IWC QuantenInstitut - Internationale WissenschaftsCooperation für angewandte Quantenphysik, Wir veröffentlichen hier - möglichst anwendungsbezogen - vor allem Auszüge aus unserer diskursiven Forschungs-Praxis.

12.9.19

Kooperation ist kein „Modewort“ - Kooperation ist ein Wert, den es zu beweisen gilt.



Mit dem „Kooperations-Test“ geht die Zeit der „Mogel-Pakete“ zu Ende.  

Fragt man jemand, ob er oder sie kooperativ denke oder kooperative handele, wird man überall ein überzeugtes „JA“ hören. Kooperieret ein Unternehmen, na klar. Kooperiert ein Verein, na klar. Kooperiert eine Gruppe na klar. Sogar Soldaten und Geheimdienste kooperieren, haben schon immer kooperiert und werden wohl auch immer weiter kooperieren …
Sie alle – und fast alle Gruppen – haben längst erkannt, dass Kooperation sozusagen die „Geniale Erfindung des VORTEILS“ ist. Warum?
Menschen wissen, quasi intuitiv, dass „Miteinander“ ihnen etwas „bringt“. Sie kommen dem gewünschten Ziel – was immer es auch sei – schneller, leichter, kostengünstiger, etc. näher. Verkürzt gesagt, bedarf es weniger „Kraft“ (Kosten, Zeit, Input), um ein definiertes Ziel zu erreichen.
Wir erkennen daraus, dass es eigentlich wenig Sinn macht, nur „neutral“ über Kooperation zu sprechen. Ohne zugleich auch die Ziele von Kooperation offenzulegen, bleibt jedes Reden über Kooperation nur eben dies: „Gerede“.

Eigentlich leicht nachvollziehbar, dass „Kooperation“ ohne das offengelegte „Wozu“ oder „Warum“ eigentlich nur wenig Sinn macht.

Um also wirklich über „Kooperation“ sprechen zu können, müssen wir wissen, welche (tatsächlichen) Ziele damit beabsichtigt werden. Wir sprechen dies besonders deshalb an, weil es irgendwie „chick“ geworden ist, sich mit dem „Mäntelchen“ Kooperation zu behängen, um Akzeptanz in bestimmten Gruppen oder Situationen per se zu erreichen. Auch bei jungen Unternehmensgründern kann man das gut nachvollziehen. Ja, wir tun uns zusammen, damit wir dieses oder jenes Projekt umsetzen können. Wir sind auf dem „Top-Level“, um einen erfolgreichen „Startup“ hinzulegen. So wird man schnell bekannt, verdient gut und – na klar – ist „anerkannt“ und rund herum zufrieden. Nein, für die „Giganten“ wollen wir nicht tätig werden. Wir arbeiten nicht für andere, nur für uns selbst“… Klingt irgendwie gut, fortschrittlich und symbolisiert das neue Image von denen die sich für „trendig“ halten. Manche „WeComs“ lassen grüßen …

Aber ist das wirklich das, was wir, die Menschen unseres Landes uns von „Kooperation“, besser „Miteinander“ erhofft, vielleicht sogar gewünscht haben?

Um nicht missverstanden zu werden: Jeder Ansatz von „Ausscheren“ aus der alten (Konkurrenz-) Spur ist wertvoll. Aber ist er auch ausreichend? Oder werden wir – zeitversetzt – das erleben, was wir  wiederum auch so nicht erwartet oder gewollt haben: Eine gesellschaftliche Entwicklung, die eben doch nicht allen Menschen im Lande nützt, sondern lediglich wiederum nur wenigen diente, nur eben in kleineren Strukturen. …

Wir wollen nachfolgend einige Anregungen geben, wie man „Kooperation“ mit Wertesicht verbinden könnte. Denn diese Diskussion ist jetzt wichtig, wenn wir den „Aufschwung pro Kooperation“ verantwortlich nutzen wollen, um eine Gesellschaft zu entwickeln, in der Selbstorganisation und Selbstverantwortung verbunden wird, um Lebens-Wert für ALLE zu erzeugen. …

Die Zeit wird knapp, um weitere Experimente auszutesten, ob, wann und wie wir so leben können, dass Leben (wieder) Sinn macht - Für Alle!
Ganz einfach deshalb – so profan es klingen mag – weil alle Menschen GLEICH sind, in Bezug auf ihre wahre Herkunft. Natürlich bringt dies jeder anders zum Ausdruck, wählt andere Wege, führt ein anderes Leben. Deshalb ist Freiheit für jeden Menschen unverzichtbar. Dennoch bleibt aber die Grundannahme bestehen: Wir sind alle Menschen.
Nennen wir diese Grundannahme die erste Einsicht oder die Grundlage für Kooperation.  
Ja, wir werden ohne solche Rückbesinnung oder Rückbindung (religo) nicht auskommen. Wir werden über Kooperation nicht wirklich sprechen können, ohne zugleich über Wertebezüge zu sprechen.

Das mag ungewohnt sein in der Politik, erfolgt aber dennoch tagtäglich, jedoch meist unbewusst oder verdeckt. Jede Partei hat tief verwurzelte „Glaubens-Grundsätze“ (Glaubens-Muster), mit denen sie ihre Politik rechtfertigt. Diese müssen jetzt – um wirklich über Kooperation reden zu können - offengelegt werden. Ein Mitglied der CDU oder CSU hat andere „Glaubens-Muster“, wie ein Mitglied der SPD, der „Linken“, der FDP, der „Grünen“. Auch die AFD kommt ohne solche verbindenden „Glaubensmuster“ („Wer ist der Mensch“) nicht aus. Was sich dann abbildet in Programmen, …. bis hin zu konkreten politischen Aktionen, entspringt diesen „Grundannahmen“ („Wer ist der Mensch“, „Was ist der Sinn von Leben“, usw.)

Wenn wir über „Miteinander“ oder „Kooperation“ reden, wird es ohne die „Offenlegung“ genau solcher Fragen nicht gehen. Tun wir das nicht, haben wir die Chance verspielt, wirklich etwas NEUES zu gestalten. Diesen „Fehler“ sollten wir vermeiden, denn die Zeit zum „Umsteuern“ wird immer drängender, die „Luft“ sozusagen, immer „ungenießbarer“ …

Wer über „Kooperation“ spricht, sollte also stets gebeten werden, zugleich zu sagen, welchen „Nutzen“ er oder sie für die Allgemeinheit der Menschen (mindestens) in diesem Lande zu erbringen beabsichtigt. …

Nehmen wir dazu ein Beispiel:

Ein Unternehmen „wirbt“ damit, dass seine Geschäftsgrundlage „kooperativ“ ausgerichtet ist. Nun, diese „kooperative Gesamtsicht“ hat verschiedene kooperative Einzelbezüge“. Alles zusammen ergibt so etwas wie ein „Gesamtbild der Kooperations-(Aus-) Wirkung.

Würde es dafür z.B. Auszeichnungen, öffentliche Anerkennung, Prämien oder Fördermittel geben, wäre so etwas wie ein „kooperativer Gesamtwert“ zu ermitteln. Der könnte sich z.B. aus zahlreichen – noch genauer zu definierenden – Einzelwerten ergeben.
Wir nehmen hier – beispielhaft – einige kooperative Beziehungen heraus. Nennen wir sie hier „kooperative Interdependenzen“ (Willy Brandt machte den Begriff „Interdependenz“ populär, als er von den wechselseitigen Anhängigkeiten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern sprach).

Die kooperativen Interdependenzen in unserem Beispiel-Unternehmen könnten vielleicht sein:

A.   Grad der Verantwortung für das Ganze (Leben)
B.   Grad der Verantwortung für folgende Generationen
C.   Grad der Verantwortung der Eigentümer
D.   Grad der Verantwortung der und für die Beschäftigten
E.   Grad der Verantwortung für die Kunden
F.   Grad der Verantwortung für die Auswahl der Lieferanten
G.   Grad der Verantwortung für die (potenziellen) Kunden
H.   usw.  

In jeder dieser (Teil-) Beziehungen treten etwa die gleichen Fragen auf:

a.   „Wie ist die kooperative Gesamt-Verantwortung geregelt?“
b.   „Gibt es bereits einen schriftlich fixierten „Kooperations-Kodex“ oder ein „Kooperations-Handbuch“ des Unternehmens oder der Organisation?“
c.    „Gibt es vielleicht sogar einen „Kooperativen Transparenz-Bericht?“
d.   „Kann das Unternehmen/die Organisation den beabsichtigten „kooperativen Wandel“ selbst bewältigen oder bedarf es der Unterstützung qualifizierter Dritter?
e.   „Um welchen Grad sind die (relevanten) „kooperativen Einzel-Verantwortungsbereiche“ zu verbessern?“
f.    „Welches sind die (Wert-) Maßstäbe, um die bestehende bzw. angestrebte „kooperative Gesamt-Leistung“ messbar bzw. überprüfbar zu machen?“
g.   „Was spricht für, was spricht (noch) gegen eine „Zertifizierung der kooperativen Gesamtleistung“ des (kooperativen) Unternehmens oder einer (kooperativen) Organisation?“
h.   „Wie kann das Unternehmen/die Organisation eine „Kooperations-Zertifizierung“ für ein positives Gesamtbild nach außen – sogar wirtschaftlich vorteilhaft - nutzen (Kooperations-Erfolg im weiteren Sinne)?“

Anhand dieser wenigen Hinweise ist deutlich erkennbar, dass es künftig nicht mehr gelingen kann, sich – vereinfacht gesagt - ein „kooperatives Mäntelchen“ umzuhängen (oder auch nicht), um sich als „Freund“ oder „Nicht-Freund“ von Kooperation „feiern“ zu lassen. Die bisher gern genutzte Variante, sich als „fortschrittlich“ zu gerieren, weil man eine Unternehmens- oder Organisationsform repräsentiert, die gern und oft über „Kooperation“ redet und von der man gemeinhin annimmt, dass sie per se „kooperationsförderlich“ sei, ist vorbei.

Nunmehr wird man genauer hinsehen können, ob das „was draufsteht“ auch wirklich „drin“ ist.
Jetzt sind besonders Genossenschaften gefordert, voran zu gehen und Nachweis anzutreten, ob sie einen solchen „Kooperations-Test“ auch wirklich bestehen werden. …

Nicht der Staat entscheidet über Kooperation, die Menschen müssen und können es selbst lernen und tun.
Mehr Selbstorganisation zu fordern und zu fördern, heißt mehr SELBSTVERANTORTUNG und mehr Kooperation zuzulassen. Wer nach „mehr Staat“ ruft, lehnt jedoch eigentlich Kooperation ab. …    

14.8.19

Kooperativer Wandel – Sichere Zukunft?!


Nach 1945 hätte keiner an ein „Wirtschaftswunder“ geglaubt. Man hätte sie oder ihn einfach ausgelacht. … Der Kooperative Wandel könnte das „Wunder“ wiederholen … 

Coop-Wiki
Stichwort: Kooperativer Wandel

„Coop-Wiki“ zeigt: Bewusstseins-Wandel u. Kooperativer Wandel sind „gleichauf“!



Frage:
Angenommen, wir bekämen tatsächlich einen „Kooperativen Wandel“. Wer wäre dann eigentlich in der Lage, unsere Gesellschaft so umzubauen, dass sie dann auch „kooperativ“ noch tatsächlich funktioniert?
Was wir bisher haben, ist ein bisschen Genossenschaft, ein „Klacks“ oder ein „Klecks“ in einer „Konkurrenzwirtschaft“. Ich habe den Eindruck, da sind „Phantasten“ und „Spieler“ am Werk, die von einer neuen, heilen Welt träumen. Nehmen Sie nur allein die Banken. Ich finde Volksbanken sind ein positiver „Klecks“, aber auch der gefällt ihnen nicht. Was machen sie erst mit der Deutschen oder Commerzbank … Oder meinen Sie sogar, dass unser Handel wieder in den Tauschhandel zurückfällt? Schönen Gruß an das „Wunderland“ und die vielen „Wundertüten“ ….

Antwort:
Sie machen nicht gerade einen zufriedenen Eindruck. Da gleichen Sie durchaus der Mehrheit der Menschen in unserem Land. 2/3 der Bevölkerung wünscht sich jedoch eine Gesellschaft im Miteinander. Was das andere 1/3 wünscht ist jedoch nicht das „Gegeneinander“, sondern „Unsicherheit“, was den Übergang betrifft. …
Wir vermuten, dass auch Sie keine Freude am „Gegeneinander“ haben, auch wenn Gewerkschaften schon einige Probleme haben könnten, wenn der „Gegnerbezug“ wegfällt. Sicherlich gibt es durchaus auch in einer „Miteinandergesellschaft“ noch Platz für Gewerkschaften, nur eben nicht im „Gegeneinander“. …
Wir sind sicher, es gibt noch genug lebende Menschen oder man nimmt nachlesbare Informationen, die „bezeugen“, welche Kraft nach Ende des 2.Weltkriegs damals von Menschen in Deutschland freigesetzt wurde, um den Umbau von der  „Kriegswirtschaft“, zur „Nachkriegswirtschaft“ und den folgenden Wiederaufbau ihres zerbombten Landes hinzubekommen. Irgendwie eine tolle „Miteinder-Leistung“ – oder?
Aus dieser Perspektive gesehen, ist ein „kooperativer Wandel“ eigentlich ein „Spaziergang“. …
Lesen Sie nach oder fragen Sie nach, keiner hätte damals gewagt, eine Art „Wirtschaftswunder“ vorauszusehen. …
Aber (nur) ein grandioser Akt von „Miteinander“ machte das möglich!
Ähnlich interessant und aktuell besser nachvollziehbar, ist die „Stille Revolution“ der DDR. …
Auch das war für die betroffenen Menschen eine gravierende Veränderung.

Im Verhältnis zu diesen beiden Ereignissen, wäre ein „Kooperativer Wandel“ heute nicht annährend so kompliziert oder stressbehaftet. …
Heute sind die die Ressourcen vorhanden, intakt, nur eben nicht „lebens- und gemeinschaftskonform ausgerichtet. …
Wir haben „Now How“  und (DV-) Technik auf höchstem Niveau. Da müssen keine Fabriken ab- oder aufgebaut werden, braucht keine Produktion stillstehen. …
Auch die Banken werden weiterarbeiten. …
Was sich ändert ist nicht die Technik, was sich ändert ist, zunächst die Art und Form der „Regieführung“ und das Verständnis, „Warum“ man „Was“ und mit welchen Folgen für Umwelt und Menschen z.B. produziert?
Es wird mehr Transparenz geben, mehr Verantwortung für das Ganze. …
So etwas lässt sich nicht (nur) mittels Gesetzen oder staatlichen Regularien „von oben“ regeln, das ist eher eine „Handlung vor Ort“.
Das ist auch der Grund, weshalb wir dem Thema „Selbstorganisation“ eine so große Bedeutung geben.     
Um es auf den Punkt zu bringen:

·         Ein kooperativer Wandel wird nicht „von oben“ verordnet. Von „oben“ werden lediglich die dafür notwendigen Möglichkeiten (Optionen) eröffnet, die es jetzt einfach nicht gibt.

Keine der Bundestagsparteien ist bisher bereit, wirklich kooperative Alternativen zu eröffnen. Sie sind sozusagen alle – mehr oder weniger – „Steigbügel-Halter“ einer Gesellschaft im „Gegeneinander“.
Das Thema „Klimawandel“ z.B. ist Teil dieser „Gegeneinander-Gesellschaft“. Eine Wirtschaft im „Miteinander“ hätte längst erkannt, dass wir schon lange an unserer Existenzgrundlage „sägen“. …
Eigentlich schade, dass auch die Partei „Grün“ sich mit „Reparatur“ zufrieden gibt, christliche Parteien nur in der Kirche von „Nächstenliebe“ sprechen, die „soziale“ Partei Willy Brandt verdrängt hat, der schon vor Jahrzehnten den „grauen Himmel über der Ruhr“ sah und die „Alternativen“ sich in nachrangigen „Problem-Bildern“ verlieren. Auch „Staatssozialismus“ ist kein Modell für eine Miteinander-Gesellschaft. …
Ja, wir haben ein „Klima-Problem“. CO2 jedoch ist lediglich der „Auswuchs“, den „System-Gegeneinander“ erzeugt, weil der Motor „Gegen“ und nicht „Mit“ oder „Für“ ist. …
Dieser „Auswuchs“ hat viele „Geschwister“, wie wir täglich erfahren können. …
Spielen Sie einfach mal das „Volks-Spiel“ für „Gegeneinander“ („Mensch ärgere dich nicht“) nicht nach der alten Regel „Bedingungslos rausschmeißen“, sondern ändern Sie die Regel leicht ab zu: Wer bisher hätte früher den anderen „rausschmeißen“ können, tut dies jetzt nicht mehr. Dafür wird er/sie belohnt und darf nochmals würfeln …
Und Sie werden total überrascht sein, was der Wechsel der Spielregel von „Gegen“ zu „Miteinander“ bewirkt:

·         ALLE Teilnehmer des Spiels erleben hautnah: Die Spielzeit ist kürzer, alle erreichen mehr und es herrscht ein gutes Klima. … Probieren Sie selbst!

Man könnte den Kooperativen Wandel dann ganz einfach auf den Punkt bringen:
MENSCH freue DICH. …

PS:
Wir haben sicherlich nicht alle Ihre Fragen bereits beantwortet. Gern kommen wir darauf zurück. Zunächst wollten wir etwas „Grundlage“ schaffen, damit unsere Antworten besser nachvollziehbar werden. …



FragestellerIn:  Gewerkschaftsfunktionär


Redaktion: AG Mission-Kooperation (MiKoo) des MMWCoopGo Bundesverbandes e.V.
(für Cooperatins- u. Genossenschaftswirtschaft) info@menschen-machen-wirtschaft.de


30.5.19

Parteien „Pro Coop“ ?!


Welche Chancen hätte eine Partei, um so ein Thema wie „Kooperation“ in den Mittelpunkt ihrer Parteipolitik stellen zu können?

Bereich
Parteien und Coop

(Auszug aus MailCoaching)

Wir haben bisher dem Thema „Kooperation“ keine besondere Gewichtung beigemessen. Auch in unseren Coachings war ich nicht völlig davon überzeugt, dass „Coop“ mal eine besondere Bedeutung haben könnte. Als „Begleitthema“, um mehr Miteinander zu erzeugen ja, aber für eine grundlegende Ausrichtung für Parteien, insbesondere unsere Partei, sah ich das bisher nicht. …
Die Ergebnisse der letzten Wahlen haben mich jedoch nachdenklich gemacht. Ich spüre, dass an dem Thema mehr „dran“ ist als bisher gedacht, aber – offen gestanden“ habe ich keine Ahnung, wie man das „rüberbringt“, intern und dann nach außen. …                 

(Auszug)

Wenn Sie nachvollziehen, dass seit einiger Zeit fast alle Umfragen und Studien konsequent Werte über 60% Zustimmung ausweisen, ob Menschen lieber in einer Gesellschaft des „Miteinanders“ statt in einer Gesellschaft des „Gegeneinanders“ leben möchten, dann ist das ein wichtiger Hinweis in zwei Richtungen:

A.   Immer mehr Menschen erkennen, dass „Miteinander“ – also Kooperation – die stimmigere Grundlage für LEBEN ist und „Gegeneinander“ nirgendwo als „natürlich“ oder „passend“ für Menschen zu deklarieren ist. Unser Körper und die Natur sind dafür – leicht für jeden Menschen nachvollziehbar – ein gutes Beispiele. …
B.   Immer mehr Menschen nehmen auch wahr, dass es einen Unterschied zwischen „Lebens-Bereichen“ und „Lebens-Prinzipien“ gibt. Kooperation ist ein fundamentales „Lebens-Prinzip“, sozusagen der „Grund“ bzw. das „Fundament“ von allem was daraus bzw. danach folgt. Die Parteien ignorieren dieses „Fundament“ und greifen recht wahllos Teilbereiche heraus, die sie zu „Wahlprogrammen“ ausbauen und dann in einem „Kampfritual“ – also recht unkooperativ – in den „Abstimmungsring“ werfen.

Die eine Partei setzt vorrangig auf „Arbeits-Themen“, weil sie dort den Zuspruch erwartet. Die andere Partei schürt Angst vor „Fremden-Einfluss“, die anderen wollen „Wirtschaft“ stärken wegen der Arbeitsplätze …
Das sind alles Themen, die nur Sinn machen, wenn die Lebensgrundlagen erhalten bleiben.
Und genau in dieser „Zone der Existenz-Vakanz“ konnte die Partei „punkten“, die auf „Klimaschutz“ (als Teil der Existenzgrundlage) setzte. …

Eigentlich recht einfach nachzuvollziehen:

·         Wenn die „Existenzgrundlage“ verloren geht (was beim Klimaschutz behauptet wird), werden Wirtschaft, Arbeitsplätze, Ausländer, etc. ehedem keine Rolle spielen. Dann sind alle – im Existenz-Dilemma -  „geeint“ und viele Parteien vertreten dann „Phantome“ die keinen wirklich mehr interessieren …
·         So gesehen, hat wahrscheinlich diese Wahl allen Parteien die Möglichkeit (im Sinne einer Chance) gegeben, auf den KERN von Politik, Leben, Menschen … einzugehen und zu beginnen, nunmehr die essenziell „tieferen“ Fragen zu stellen. …

Frage 2
(Auszug aus MailCoaching)

Was wären – neben Klimaschutz – weitere Themen, die Parteien nutzen könnten/müssten?  
Es macht wohl wenig Sinne für SPD, CDU/CSU, Liberale, Linke … jetzt die Grünen zu kopieren?. …

Antwort 2
(Auszug)

Sie haben natürlich Recht. „Kopieren“ ist keine Lösung. „Ignorieren“ aber auch nicht. …
Wie wäre es mit „integrieren“ und „kooperieren“?

Die Sichtweise „Konkurrenz“ oder/versus  „Kooperation“ ist nicht nur genial einfach für jeden Menschen zu verstehen, sondern zeigt bereits jetzt stabile „Höchstwerte“. Über 60 % der Menschen in Deutschland wollen mehr „Miteinander“, also Kooperation – kurz Coop genannt-.

Eine Partei, die dieses Thema aufgreift und daraus eine zukunftsfähige Programmatik entfaltet, wird sofort – mehrheitlich - Aufmerksamkeit finden.
Außerdem impliziert dieses Thema weit mehr als „nur“ das Klima zu schützen, sondern den Planet Erde (und damit auch unser Land) lebensgerecht zu gestalten. Wirtschaft – um ein Beispiel zu nennen - steht dann wieder im „Dienst“ der Menschen und nicht umgekehrt. …

Bleiben Sie bitte einfach mal einen Augenblick stehen und versuchen Sie sich vorzustellen, was – durch diesen „Paradigmenwechsel“ – wirklich passieren würde, also sich im Interesse der Menschen, korrigieren ließe. …

Und so könnte ein Einstieg in den Umstieg etwa aussehen:

21.5.19

Was sind spezielle „COOP – VORTEILE“ ?


Bei Modernen Genossenschaften ist dies mehr als „nur“ Mitgliederförderung …    


Bereich
Coop – Entstehung

Frage
- Auszug -

Ich bin langjähriger Aufsichtsrat einer Genossenschaft. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die „Förderung der Mitglieder“ das Wichtigste für eine Genossenschaft ist. Jetzt vermitteln Sie den Eindruck, als sei Mitglieder-Förderung nur ein Teil der möglichen Vorteile. …
Könnten Sie mir bitte diese – für mich überraschende -Sichtweise näher erklären. Ergeben sich daraus auch Konsequenzen für meine Aufgaben als Aufsichtsrat?
Verstoße ich – unbewusst sogar gegen bestehende Gesetze? Und wenn ja, wo steht das im Genossenschafts-Gesetz? …
Auf den Schulungen meines Verbandes bin ich darauf nie hingewiesen worden. …

FragestellerIn:  Aufsichtsrat einer größeren Genossenschaft

Antwort
(Auszug)

Wir wollen vorab Ihre bestehenden Ängste zerstreuen. Sie haben weder gegen Gesetz – wahrscheinlich auch nicht gegen „Ordnungen“ verstoßen. Auch hat Sie Ihr Verband nicht falsch informiert.
Alles war bisher – wie man so schön sagt – „korrekt“.

Lassen Sie es uns gleich am Anfang zuspitzen:
Es gab eine „dunkle Zeit“ in Deutschland, die sogar Krieg und viel „Unmenschliches“ verursachte. Auch wenn wir es heute nicht so gern hören, gab es damals für alles Handeln die entsprechenden Gesetze. Es ging damals sozusagen rechtlich (gesetzlich) meist „korrekt“ zu. …

Aber darum geht es natürlich jetzt nicht, denn die Zeiten und die politisch Handelnden sind heute ganz andere.  

Aber auch heute gibt es so etwas wie „politische Leitlinien“, in denen sich politische Ansichten widerspiegeln. Eine dieser „Leitlinien“ – auch wenn das nicht bewusst genannt wird – ist das „Funktions-Prinzip“ unserer Wirtschaft. Die tragenden Parteien sind davon überzeugt, dass „Wettbewerb“ – also Gegeneinander – „besser“ sei, als „Kooperation“ oder „Miteinander“.

Sie ahnen, was das bedeutet:
Politik und Gesetze sind daran orientiert, diese (Konkurrenz-) „Denkweise“ aufrecht zu erhalten. Es sollte Sie deshalb nicht wundern, wenn Sie keine Bestimmung (oder kein Gesetz) finden, die dem „Konkurrenz-Prinzip“ wirklich entspricht. …. Oder dem „Kooperations-Prinzip“ entspricht. …

Wir erwarten nicht, dass Sie dieser Beurteilung zustimmen. Auch wollen wir – an dieser Stelle – dies nicht weiter „thematisieren“. Wir können uns darauf verständigen, dass es auch keine Bestimmung gibt, die „verbietet“ kooperativ zu denken und zu handeln.
Ein kooperatives Denken und Handeln muss vielmehr aus eigenem Antrieb heraus und in eigener Verantwortung, erfolgen.  ...
Das ist die Option, die sich aktuell bietet.

Wir können Sie nur ermuntern, davon Gebrauch zu machen. …

Nehmen wir – beispielhaft – 2 Situationen:

A.   Optimierung der Mitgliederförderung
B.   Vorbild für kooperatives Handeln sein

Zu A.

Die bisherige Sicht:

·         Den Mitgliedern auf einer (einzigen) Generalversammlung über den Erfolg der Förderung zu berichten, oder Gründe dafür vorzutragen, was alles „schuld“ war, weshalb der erwünschte Fördererfolg nicht eintrat.
·         War und ist so etwas „optimal“?

Die vielleicht neue Sicht:

·         Warum nicht so etwas wie eine „Aktive Förder-Kommunikation“ einführen? Mitglieder werden z.B. aufgefordert ständig zur Erweiterung / Veränderung der Förderung Vorschläge zu machen.
·         Zu viel Arbeit – sagen die einen Genossenschaften. „WoW“ sagen die anderen Genossenschaften.
·         Wer sich öffnet für eine aktive Mitgliederkommunikation, könnte überrascht sein, wie das die Identifikation mit der Genossenschaft steigert.
·         Und wer dann z.B. einen „Förder-Beirat“ einrichtet, eine „Ordnung/Richtlinie für die Mitgliederförderung“ erstellt und dem Förder-Beirat die Möglichkeit eröffnet, einen „Bericht zur Mitgliederförderung“ als TOP jeder Generalversammlung zu haben, könnte auf dem Weg sein, neue VORTEILE zu organisieren.
·         Was hält Sie ab, initiativ zu werden?
·         Das steht nicht im Gesetz. Es steht aber auch dort nicht, dass es „verboten“ sei.
·         Es hängt eher damit zusammen, welche „DENKE“ in der Genossenschaft Vorrang hat, welcher „Unternehmens-Geist“ dort vorherrscht.  

Zu B.

Die bisherige Sicht:

·         Sich als Genossenschaft genauso „verantwortungsneutral“ gegenüber der „MitWelt“ zu verhalten, wie ein „Konkurrenzunternehmen“, ist möglich und wird nicht bestraft. Auch nicht belohnt!
·         Sie haben – im Gegensatz zu einer GmbH oder AG – durchaus Einfluss als Aufsichtsrat.
·         In einer AG können „Abgas-Tests“ falsche Messwerte ergeben. Was war dazu der wohl „bewegende“ Gedanke? Vielleicht der Vorteil für das Betriebsergebnis, mehr Bonus für das Management? Wir ahnen es und die Gerichtsverfahren sprechen eine deutliche Sprache. …

Die neue Sicht:

·         Würde so etwas auch in einer Genossenschaft „passieren“ können? Nur dann, wenn dort ähnlich gedacht würde. Damit das nicht passiert, wäre es z.B. angebracht, wenn die Genossenschaft eine Art „Selbstverpflichtungs-Erklärung“ beschließt und überwacht. Nennen wir sie z.B. „Umwelt-Richtlinie“.
·         Wenn eine solche „Selbstverpflichtung“ (als Zertifikat) öffentlich publiziert und „beworben“ würde, könnte das durchaus wirtschaftliche VORTEILE nach sich ziehen.   
·         „WIR sind Mitglied im „Generationen-Bündnis“ oder „Regionen-Bündnis“ – wäre sicherlich eine gute Voraussetzung um mit weiteren VORTEILEN wirtschaftlich zu „punkten“. …

Was hält Genossenschaften eigentlich davon ab, VORBILD zu sein und damit zu zeigen, wo der Unterschied von eG zu GmbH – faktisch – liegt.

„Genossenschaften – Ein Gewinn für Alle“.

Mehr als eine „Satz-Hülse“?
Wir kennen bisher keine „Verifikation“ zu diesem Spruch – oder ist so etwas noch immer in „Arbeit“? …

„COOP – die geniale Erfindung des VORTEILS“

– bringt eigentlich vieles auf den Punkt. Wer mag, kann VORTEIL auch durch CHANCE ersetzen. Zu ergänzen ist lediglich, in welche Richtung der VORTEIL oder die CHANCE gesehen und umgesetzte wird.

In einem „Konkurrenz-Unternehmen“ setzt meist erst Verantwortungs-Handeln ein, wenn es dazu „gesetzliche“ Verpflichtungen gibt.

In einem „Kooperations-Unternehmen“ sollte man nicht auf „Verpflichtungs-Gesetze“ warten, sondern aus Einsicht HANDELN, weil es z.B. als

A.   Gesellschaftlicher Verantwortung
B.   Unternehmensverantwortung
C.   Personalverantwortung
D.  „System“-Verantwortung (Kunden, Lieferanten, etc.)

gesehen wird.

Eine Genossenschaft, die eine der Ziffern A-D ignoriert, ist eigentlich

„Kein GEWINN für ALLE“.
Aber auch kein „VERLUST“…

Wer wirklich den „Ein GEWINN für ALLE“ anstrebt, spricht – quasi automatisch – von:

„VORTEIL für ALLE“ oder „CHANCE für ALLE

Es gibt den schönen Spruch (im modernen Management):

„Denkst Du noch in Problemen oder denkst du schon in Chancen“?

Wie möchten Sie – lieber Herr Aufsichtsrat – gern Ihre Arbeit wahrnehmen?


Hinweis:
Wir danken dem SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) für die Genehmigung des Abdrucks dieses Beitrages.


Redaktion:
SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI)
(MMW CoopGo Bundesverband der Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V.)