SmartCoop-SCFI

Wir "experimentieren" mit vielen neuen "Werkzeugen", was natürlich auch "Anleihen" aus der QuantenPhysik einschließt. Hier kooperieren wir mit dem IWMC (Internationale Wissenschafts-Cooperation für angewandte Quantenphysik). Zur Förderung der erfolgreichen Umsetzung neuer "Coop-Initiativen", veröffentlichen wir auf diesem Blog - praxisbezogen - die CoopGo-Dialoge. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig angepasst werden. Danke für euere/ihre Hilfe zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Kooperations-Gesellschaft. (Die jeweils verantwortlichen Fachgruppen für die CoopGo-Dialoge befinden sich unter jedem Dialog-Beitrag!) (Koordination / Redaktion der Arbeit des SCFI - Gerd K. Schaumann)

11.5.22

Schüler Machen Wirtschaft


*Schüler-Machen-Wirtschaft*

 

- Intelligent die eigene Zukunft gestalten -  

 

Die Essenzials:

 

„Schüler-Genossenschaften“ zu gründen, ist sicherlich aus Sicht der Raiffeisen- und Volksbanken nachvollziehbar. Aber entspricht eine solch einseitige „Rechtsform-Ausrichtung“ auch wirklich den Interessen der Schüler, Lehrer und dem Bildungsauftrag des Staates?

Die Festlegung auf eine „Rechtsform“ – mag sie auch noch so gut begründet sein – macht sicherlich „Sinn“ aus den Interessen der (örtlichen) „Partnerbanken“. Aber erfüllt sie auch Kriterien der Lehrpläne, z.B. Schüler zu „mündigen Wirtschaftsbürgern“ zu befähigen?

Nichts spricht dagegen, wenn Schüler auch die Funktion von Rechtsformen erfahren bzw. erproben, aber eine Begrenzung auf eine einzige Rechtsform lässt einfach zu wenig „Spielraum“ für bewusste Entscheidungen und mündige „Wirtschaftsbürger“.

Wichtiger erscheint aus Sicht des MMWCoopGo Bundesverbandes, dass Schüler die Unterscheidung zwischen einer „konkurrierenden“ und einer „kooperierenden“ Wirtschaft praxisnah erfahren und erproben können. Dabei spielen „Rechtsformen“ nicht die entscheidende Rolle. Auch die Rechtsform „eingetragene Genossenschaft“ ist per se nicht dafür vorgesehen, in Bezug auf ihre „Innen- und Außenbeziehungen“ Werte zu integrieren, die z.B. „sektorale, territoriale oder soziale Chancen mit unternehmerisch intelligentem Handeln verbinden. …

Das Genossenschaftsrecht in Deutschland spricht von „Mitglieder-Förderung“ also von einer „Innenverantwortung“. In den meisten Ländern der EU wird dies bereits anders gesehen. Dies könnte mit ein Grund dafür sein, dass das deutsche Genossenschaftswesen sich tendenziell der „historischen Schlechtmarke“ von ca. 7.000 Genossenschaften nähert. Die „Geno-Ratio“ (Verhältnis von Einwohnerzahl – je 100.000 - und vorhandenen Genossenschaften) ist in Deutschland mehr als bedenklich. Im Verhältnis zu Italien müsste es in Deutschland ca. 82.500, im Verhältnis zu Spanien ca. 35.200 und im Verhältnis zu Frankreich ca. 28.700 Genossenschaften geben.

Ein wesentlicher Grund für das nachdenkliche „Defizit“ liegt sicherlich darin begründet, dass deutsche Genossenschaften einen höheren „Bürokratieaufwand“ erfüllen müssen. Dazu gehört z.B. die Pflichtmitgliedschaft – jeder Genossenschaft - in einem Prüfungsverband und deren regelmäßige Pflichtprüfungen. …

Diese Besonderheit hat offensichtlich dazu geführt, dass sich „Raiffeisen- und Volksbanken“ als „natürliche“ Partner zur Gründung von „Schüler-Genossenschaften“ ausweisen und „Sparkassen“ die Rechtsform „Genossenschaft“ als „Gründungs-Option“ bisher eher ausschließen.

Aus der Sicht von MMWCoopGo gibt es für eine solche (historisch gewachsene) „Arbeitsteilung“ eigentlich keine „logische“ Begründung mehr, zumal Genossenschafts- und Prüfungsverbände auch zur Mitgliederstruktur von MMWCoopGo gehören.

Der Begriff „Schüler Machen Wirtschaft“ eröffnet auch Sichtweisen, die heutigen Trends nach „Intelligenten Kooperationen“ (SmartCoop) entsprechen, z.B. Genossenschaften im Rahmen von Kommunalentwicklungen, zur Unternehmensnachfolge, zur Sicherung des Mittelstands oder als „Schulprojekte“ zu sehen. Auch die Kombination von Vereinen und Genossenschaften sind wichtige Impulse für Regionalentwicklungen.

Es geht auch, aber nicht nur um „Schüler-Genossenschaften“, es geht vor allem darum, die Chancen-Potenziale von „Kooperations-Modellen“ für eine attraktive (wirtschaftlich und soziale) Regionalentwicklung zugunsten der künftigen Erwerbstätigen zu nutzen. „Schüler-Genossenschaften“ als solche sind sicherlich wichtig, aber noch wichtiger erscheint, den Schülern eine neue (recht gesicherte) Zukunftsperspektive mittels kooperativer und ganzheitlicher Denk- und Handlungswesien zu eröffnen.

Davon sind Genossenschaften ein wichtiger Teil aber nicht das Potenzial als solches.

Das eigentliche „Potenzial“ heißt:

·        Neue (regionale) Lebenschancen mittels „intelligenter Kooperationen“ zu erschließen.

Dazu sollte man sicherlich auch wissen, wie man eine Genossenschaft (als Rechtsform) gründet. Aber noch wichtiger erscheint, dass Schüler erkennen, dass diese (kooperative) Rechtsform viel weitergehende (Lebens-) Chancen birgt:

·        Z.B. die eigene Zunkuft bereits jetzt – sozusagen als Schüler - „mitgestalten“ zu können!             

 

 

  Bundesverband MMWCoopGo

       Vorstand 

 

Kooperation – Eine wichtige Option für eine nachhaltige Zukunft

 

 Berlin/Dessau: Mai 2022

 

Redaktion: Bundesverband MMWCoopGo e.V.

- Dachverband -

für das ganzheitliche Cooperations- und Genossenschaftswesen

- Spitzenverband -

für das Genossenschaftswesen

Vorstand: Lothar Kühne – Dr. Wolfram Klüber – Gerd K. Schaumann

Kontakt: 06842 Dessau-Roßlau, Oranienbaumer Str.1

Tel.: 0340/2202424

(www.bundesverband-mmw.de info@menschen-machen-wirtschaft.de

 


 

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